Aktuelle Hinweise der Giordano Bruno Stiftung (siehe auch Newsletter)

 

 

"Mehr Licht! Die europäische Aufklärumng weiter gedacht": Veranstaltungsreihe zur "Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr"

Richard Dawkins, Günter Grass, Karen Duve, Richard David Precht, Wilhelm Schmid, Wiglaf Droste und Gert Scobel: Die 22teilige Veranstaltungsreihe "Mehr Licht - Die europäische Aufklärung weitergedacht", die vom "Literaturbüro Ruhr e.V." in Zusammenarbeit mit der Direktion der "Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010" ausgerichtet wird, ist überaus prominent besetzt. Die Giordano Bruno Stiftung ist als Kooperationspartnerin an vier der Veranstaltungen direkt beteiligt:

Am 1. Oktober diskutieren die Schriftstellerin Karen Duve ("Taxi"), der islamkritische Autor Hamed-Samad ("Mein Abschied vom Himmel"), gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon ("Jenseits von Gut und Böse") und Evolutionsbiologe Franz M. Wuketits ("Darwins Kosmos") über das Thema: "Abschiede von Himmeln und Höllen - Eine humanistische Freiheitsübung". Die Moderation der Veranstaltung in der Ludwig Galerie Oberhausen übernimmt die Saarbrücker Philosophieprofessorin Ulla Wessels. (Von September 2010 bis Januar 2011 findet in der Ludwig Galerie Oberhausen übrigens eine Ausstellung mit Janosch-Werken statt. Ein Besuch der Veranstaltungen in Oberhausen lohnt sich also in doppelter Hinsicht...)

Am 21. Oktober stellt Richard Dawkins im Ringlokschuppen Mülheim sein aktuelles Buch "Die Schöpfungslüge. Warum Darwin Recht hat" (die deutsche Ausgabe von "The Greatest Show on Earth") vor. Dawkins Vortrag in englischer Sprache wird von Nadine Dönike gedolmetscht. Am 3. November werden die Philosophin Ulla Wessels, ZdE-Vorsitzende Mina Ahadi ("Ich habe abgeschworen"), hpd-Redakteurin Fiona Lorenz ("Wozu brauche ich einen Gott?!") und die feministische Autorin Marit Rullmann ("Philosophinnen") über das Thema "Frauen & Religionskritik" sprechen. Veranstaltungsort ist das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg. Am 11. November stellt Michael Schmidt-Salomon sein Buch "Jenseits von Gut und Böse" in der Ludwig Galerie Oberhausen vor und diskutiert mit dem Projektleiter des "Literaturbüros Ruhr" und Hauptverantwortlichen der Veranstaltungsreihe "Mehr Licht!", Gerd Herholz, über die Gründe, die dafür sprechen, dass wir "ohne Moral die besseren Menschen" sind.

Informationen zu allen 22 Veranstaltungen finden Sie auf der Website:
http://www.mehrlicht.info

 

Buchpremiere "Antityp": Ralf König stellt sein neues Comicbuch in Mastershausen vor

Nach den mehrfach ausgezeichneten Comicbüchern "Prototyp" (Adam) und "Archetyp" (Noah) wird mit "Antityp" (Paulus) am 17. September im Rowohlt-Verlag der letzte Teil von Ralf Königs satirischer Bibel-Trilogie erscheinen. Zwei Tage später, am Sonntag, dem 19. September, stellt der Autor und gbs-Beirat sein neustes Werk am Stiftungssitz in Mastershausen (Johann-Steffen-Straße 1) vor.

Die offizielle Buchpremiere beginnt mit einem Sektempfang um 14.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist aufgrund der beschränkten Sitzplätze erforderlich (Tel: 06545 910286, Fax: 06545 910287, eine Rückmeldung erfolgt nur, falls bereits alle Plätze vergeben sind).

Informationen zu Ralf König auf seiner Website:
http://www.ralf-koenig.com

 

"100 Städte gegen Steinigung": gbs unterstützt Aktionstag am 28. August

Die 43jährige Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani, Mutter von zwei Kindern, soll wegen angeblichem Ehebruch gesteinigt werden. Der Fall hat internationales Aufsehen erregt. Führende westliche Politiker (wie US-Außenministerin Hillary Clinton) setzten sich in den letzten Wochen für Ashtiani ein. Der brasilianische Präsident da Silva bot ihr Asyl an und fragte beim iranischen Präsidenten Ahmadinejad um Erlaubnis zur Ausreise Ashtianis an. Aufgrund des internationalen Drucks sah sich der Iran genötigt, den Exekutionstermin im Juli abzusagen. Doch Ashtiani schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (und gbs-Stipendiatin), Mina Ahadi, die die Protestaktionen koordiniert, hat als Sprecherin der "Internationalen Kampagne gegen Steinigung" für den 28. August zu einem Aktionstag "100 Städte gegen Steinigung" aufgerufen. Die Giordano Bruno Stiftung unterstützt die Kampagne. In Deutschland sind Aktionen in Berlin, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Köln, Giessen, Frankfurt. Hamburg, Hannover, Leipzig, Mainz, Mönchengladbach, München, Paderborn, Ulm und Zwickau geplant.

Weitere Informationen auf der Website:
http://stopstonningnow.com/wpress/category/100-cities-materials

Siehe auch das Hintergrundinterview mit Mina Ahadi auf Welt-online:
http://www.welt.de/politik/ausland/article8928105/Bei-Steinigungen-wird-jeder-zum-Komplizen.html


"Wulff im Schafspelz": Nach Protesten lässt Bundespräsident Wulff sein Kuratoriumsamt bei "ProChrist" ruhen

Offensichtlich hat der Protest säkularer Organisationen (siehe den gbs-Newsletter vom 18.6.) doch etwas bewirkt: Bundespräsident Christian Wulff lässt seit Amtsantritt seine Mitgliedschaft im Kuratorium der evangelikalen Missionsbewegung "ProChrist" ruhen, weil er "ein Präsident aller Deutschen" sein will. Öffentlich distanziert hat er sich jedoch nicht von dem evangelikalen Netzwerk, das u.a. Initiativen unterstützt, die aus religiösen Gründen Ergebnisse der Evolutionsbiologie bestreiten und Homosexualität als "Sünde wider die Natur" bekämpfen.

Lesen Sie hierzu einen Beitrag des (von der gbs unterstützten) "Internetmagazins für junge Humanistinnen und Humanisten" wissenrockt.de:
http://www.wissenrockt.de/2010/07/20/wulff-bleibt-evangelikalen-treu/


"Ein säkularer Staat braucht säkulare Präsidenten": gbs begrüßt den Rücktritt Horst Köhlers vom Amt des Bundespräsidenten

Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat Horst Köhlers Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten begrüßt und hofft, dass künftige Amtsinhaber die weltanschauliche Neutralität des Staates in höherem Maße respektieren werden. Ein säkularer Staat brauche säkular denkende Präsidenten, erklärte Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon am Stiftungssitz in Mastershausen.

„Horst Köhler war ganz gewiss nicht der Präsident aller Deutschen“, sagte Schmidt-Salomon. „Ein Bundespräsident, der die Bibel als ‚wichtigstes Buch’ bezeichnet und die Kirchen zu stärkerer Missionierung auffordert, ist kaum geeignet, eine Bevölkerung zu repräsentieren, die zu einem Drittel konfessionsfrei ist! Deshalb begrüßen wir Köhlers Rücktritt und hoffen, dass seine Nachfolger mehr Fingerspitzengefühl in weltanschaulichen Fragen zeigen werden. Unser Staat ist schließlich zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet – und dieses Verfassungsprinzip sollte auch vom höchsten Repräsentanten des Staates beachtet werden!“

Lesen Sie weiter unter:
http://hpd.de/node/9636


Postmatinee mit Schauspieler und Regisseur Kai Wiesinger in Mastershausen

Kai Wiesinger zählt dank seiner Mitwirkung in Filmen wie "Kleine Haie", "Stadtgespräch", "14 Tage lebenslänglich", "Comedian Harmonists" oder "Nichts als die Wahrheit" zu den bekanntesten deutschen Schauspielern. Weniger bekannt ist, dass er auch hinter der Kamera tätig ist.

Wiesingers Dokumentarfilm "ERUV - The Wire", der den Alltag einer jüdischen Gemeinde in Teaneck, New Jersey, porträtiert, wurde bereits 2004 mit dem „Internationalen Planet Dokumentarfilmpreis“ ausgezeichnet, war aber bislang nicht im deutschen Fernsehen zu sehen. Am Sonntag, dem 6. Juni, wird der leise, verstörende Film, der nicht nur einige (auf Außenstehende) bizarr wirkende Erscheinungsformen des Glaubens, sondern auch die daraus entstehenden Schwierigkeiten des multikulturellen Miteinanders dokumentiert, im Forum der gbs in Mastershausen gezeigt. Anschließend werden Kai Wiesinger und Michael Schmidt-Salomon mit dem Publikum über Wiesingers Arbeit sowie die (aufklärerische?) Bedeutung der Medienbranche in unserer Gesellschaft diskutieren. Die Veranstaltung beginnt mit einem Sektempfang um 14.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich (ab dem 17.5. im gbs-Büro Mastershausen, Tel: 06545 910286, Fax: 06545 910287, Email: steffen (at) giordano-bruno-stiftung.de)

Informationen zu Kai Wiesinger
http://www.kaiwiesinger.de/

Informationen zum Film:
http://www.arranque.de/arranque-film/index.php?contentID=19

 

"Prügelnonne" fährt zum Kirchentag: Start der "Religionsfreien Zone München 2010"

Jacques Tillys "Prügelnonne", die auf der Demonstration der ehemaligen Heimkinder in Berlin für internationale Aufmerksamkeit sorgte, fährt zum Ökumenischen Kirchentag nach München. Die drei Meter hohe Skulptur, die an das Unrecht erinnert, das Heimkinder über Jahrzehnte ertragen mussten, wird an der "Frohen Prozession" teilnehmen, die an "Christi-Himmelfahrt" anlässlich des Kirchentags in der Münchener Innenstadt stattfinden wird.

Die "frohe Prozession" bildet den Auftakt zur "Religionsfreien Zone 2010", einem bunten Reigen von Veranstaltungen, an dem u.a. die gbs-Mitglieder Colin Goldner, Michael Schmidt-Salomon und Carsten Frerk beteiligt sind. Colin Goldner (Autor u.a. von "Dalai Lama", "Die Psycho-Szene") wird am Freitag, dem 14.05., um 17.00 Uhr zum Thema "Kirche und Tierrechte" vortragen. Anschließend (18.00 Uhr) wird Michael Schmidt-Salomon aus seinen "lästerlichen Kinderbüchern" ("Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel", "Die Geschichte vom frechen Hund" und "Susi Neunmalklug erklärt die Evolution") lesen und mit dem Publikum diskutieren. Am Samstag, dem 15.05., referiert Carsten Frerk um 18.00 Uhr über die Finanzen und Vermögen der Kirchen ("Den Seinen gab’s der Herr vom Staat").

Weitere Informationen unter:
http://hpd.de/node/9493

 

"Enlightenment in the 21st Century": gbs-Imagebroschüre in englischer Sprache

Die Giordano-Bruno-Stiftung wird auch international immer stärker wahrgenommen. Bislang jedoch lagen die Informationen zur Stiftung nur in deutscher Sprache vor. Nun ist die gbs in der Frage der Internationalisierung einen kleinen Schritt vorangekommen: Dank des großartigen Engagements von Angela und David Lahee, die die Übersetzungstätigkeit übernahmen, liegt die gbs-Broschüre "Aufklärung im 21. Jahrhundert" endlich auch in englischer Sprache vor.

Die Onlineversion der Broschüre "Enlightenment in the 21st Century" ist in hier zu finden
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Erster Erfolg der Kampagne „Asyl für Ex-Muslime“: Siamak Zare erhält Flüchtlingsstatus

Die von der Giordano Bruno Stiftung mitinitiierte Kampagne „Asyl für Ex-Muslime“ kann einen ersten Erfolg verbuchen: Siamak Zare, einer der aktiven Unterstützer der Aktion „Wir haben abgeschworen!“ des Zentralrats der Ex-Muslime, darf nicht in den Iran abgeschoben werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hob in seinem Bescheid die zuvor erfolgte Abschiebungsandrohung gegen Zare auf und erkannte ihm die „Flüchtlingseigenschaft“ zu.

„Damit ist unseres Wissens das erste Mal von staatlicher Seite aus anerkannt worden, dass auch religionsfreie Menschen religiös verfolgt werden!“ erklärte gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon. „Wir hoffen, dass diese Entscheidung nun auch in anderen Asylverfahren berücksichtigt wird!“

Lesen Sie weiter auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes:
http://hpd.de/node/9344

Weitere Informationen zur Kampagne unter:
http://kritische-islamkonferenz.de/asyl.htm



Ehemalige Heimkinder: "Jetzt reden wir!" – gbs unterstützt Demo gegen sexuellen Missbrauch und schwarze Pädagogik in Berlin

In den vergangenen Wochen wurde viel über sexuellen Missbrauch und Prügelstrafen in kirchlichen Heimen und Internaten gesprochen. Nun melden sich die Betroffenen selbst zu Wort: Am 15. April wollen sie mit einer Demonstration in Berlin auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Der Tag der Demonstration ist nicht zufällig gewählt, denn just an diesem 15. April werden die Vertreter des "Runden Tischs Heimerziehung" in Berlin wieder zusammentreffen. Nach den Erfahrungen der letzten Monate haben sich die ehemaligen Heimkinder dazu entschlossen, den Weg der offenen Konfrontation zu gehen. Dies belegt auch ein Blick auf die Website zur Demo www.jetzt-reden-wir.org, die nicht nur mit kämpferischen Aussagen, sondern auch mit provokativen Karikaturen aufwartet.

„Es ist an der Zeit, Klartext zu reden!", erklärt die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder, Monika Tschapek-Güntner. "Über Jahrzehnte hinweg wurden die Verbrechen an uns geleugnet oder verharmlost. Das muss ein Ende haben! Wir werden kein Blatt mehr vor den Mund nehmen, auch wenn das einigen Vertretern von Staat und Kirche nicht gefallen wird!" Mit der Berliner Demonstration, die mit einer Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor enden wird, verfolgen die ehemaligen Heimkinder nicht nur das Ziel, auf erlittenes Unrecht in der Vergangenheit hinzuweisen. Ebenso wichtig ist ihnen, zu verhindern, dass derartiges Unrecht wieder geschieht. Hierbei hoffen sie auf breite gesellschaftliche Unterstützung: "Unsere Forderung lautet: Nie wieder Missbrauch in Heimen und Internaten! Nie wieder schwarze Pädagogik!"

Die gbs ruft alle freigeistig denkenden Menschen dazu auf, die Anliegen der ehemaligen Heimkinder zu unterstützen! Sofern Sie können, demonstrieren Sie mit am 15. April in Berlin!

Weitere Informationen unter:
http://www.jetzt-reden-wir.org/


"Liebeswahn"- Vortrag von Dr. Ingelore Ebberfeld am Stiftungssitz in Mastershausen

Am Sonntag, dem 28. März 2010, hält die Kulturanthropologin und Sexualwissenschaftlerin Dr. Ingelore Ebberfeld einen Vortrag zum Thema "Liebeswahn" am Stiftungssitz in Mastershausen. Was wir "Liebe" nennen, ist für Ingelore Ebberfeld nur eine gesellschaftliche Konvention. Ihres Erachtens sind wir nicht darauf programmiert, bis ans Lebensende mit nur einer Person zusammen zu sein oder gar glücklich zu werden. Für ihre provokante These führt die Sexualwissenschaftlerin zahlreiche Forschungsergebnisse aus Biologie, Geschichte und Ethnologie ins Feld…

Veranstaltungsort: Forum der gbs, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen, Beginn: 14.30 Uhr, Eintritt frei. ACHTUNG! Da die Zahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist, Anmeldung bitte bis Freitagabend unter folgender Telefonnummer: 06545/910286 (Eine schriftliche Anmeldebestätigung erfolgt nicht.)


"Gipfel der Scheinheiligkeit!": gbs kritisiert kirchlichen Umgang mit Missbrauchsfällen

Mit deutlichen Worten hat der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung die jüngsten Aussagen der Deutschen Bischofskonferenz zu den bekannt gewordenen Fällen von sexuellem Missbrauch in katholischen Institutionen kritisiert. "Bislang haben wir uns mit Kommentaren zum Thema 'Sexueller Missbrauch in der Kirche’ bewusst zurückgehalten, da dies ein sehr komplexes Problem ist, das man nicht eindimensional auf zölibatäre Lebensführung zurückführen kann", erklärte gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon am Stiftungssitz in Mastershausen. "Doch nach den jüngsten Verlautbarungen der Deutschen Bischofskonferenz kommen wir nicht umhin, Stellung zu beziehen."

Lesen Sie weiter unter:
http://hpd.de/node/8907


"Von Staat und Kirchen verschaukelt": gbs unterstützt den Protest ehemaliger Heimkinder

Der Verein ehemaliger Heimkinder (VeH) hat den Zwischenbericht, den der vom Deutschen Bundestag eingerichtete „Runde Tisch Heimerziehung“ am 22. Januar vorlegte, mit scharfen Worten kritisiert. Die Vorsitzende des Vereins, Monika Tschapek-Güntner, sagte, sie fühle sich durch die gezielte Hinhaltetaktik von Staat und Kirchen verschaukelt. Unterstützer der Heimkinder wie der Hamburger Rechtsanwalt Gerrit Wilmans und der Trierer Philosoph Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung sprachen im Hinblick auf den Zwischenbericht sogar von „zynischen Propagandalügen“ sowie einer „schädlichen Kumpanei von Staat und Kirche“. Um den bislang am Runden Tisch nur wenig beachteten Forderungen der Heimkinder Nachdruck zu verleihen, plant der VeH am 15. April 2010 eine groß angelegte Demo in Berlin, die von der Giordano Bruno Stiftung unterstützt wird.

Lesen Sie weiter auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd.de/node/8711

 

Ist der Naturalismus notwendigerweise reduktionistisch?

Ausgelöst durch eine dreiteilige Artikel-Serie von „darwin-jahr“-Redakteur Andreas Müller zur „Willensfreiheitsdebatte“ hat sich auf dem Portal des humanistischen Pressedienstes (hpd) eine interessante Diskussion über die Grundlagen des Naturalismus entwickelt. Michael Schmidt-Salomon nutzte seine ebenfalls dreiteilige Replik dazu, sein „Konzept einer starken, naturalistischen Emergenz“ zu erläutern. Mit diesem Modell versucht er zu erklären, warum reduktionistische Weltdeutungsmuster sinnvoll, jedoch nicht hinreichend sind, um emergente Phänomene wie etwa „Bewusstsein“ zu verstehen.

Die Texte der Debatte sind sicherlich keine „leichte Kost“ für jeden, aber sie sprechen Fragestellungen an, die von weit reichender Bedeutung für unser Verständnis von Natur und Kultur sind. Wir verweisen hier auf den letzten Teil der Replik von Schmidt-Salomon, der mit einer knappen Zusammenfassung seines Emergenz-Modells beginnt. Praktischerweise sind am Ende dieses Textes sämtliche Beiträge von Müller und Schmidt-Salomon verlinkt, so dass Sie, sofern Sie möchten, die gesamte Debatte leicht nachvollziehen können.

„Wege aus dem Labyrinth (3)“:
http://hpd.de/node/8638

 

Dritte Bayreuther Debatte: „Leben wir ohne Religionen besser?“

Am Mittwoch, dem 27. Januar 2010, findet im Audimax der Universität Bayreuth eine in mehrerer Hinsicht ungewöhnliche Veranstaltung statt: Die „Akademie für politisch-institutionelle Konfliktsituationen“ veranstaltet die „Dritte Bayreuther Debatte“ zum Thema „Leben wir ohne Religionen besser?“. Die Redner und Rednerinnen haben während dieser Debatte jeweils acht Minuten Zeit, kurz und pointiert für ihren Standpunkt zu streiten und das Publikum von ihrer Sichtweise zu überzeugen. Im Anschluss an die Debatte kann die Zuhörerschaft mit kritischen Fragen die Debattanten selbst zur Rede stellen.

So ungewöhnlich die Veranstaltungskonzeption ist, so ungewöhnlich ist auch die Zusammenstellung der Redner: Für die religionskritische Seite treten an: Dr. Michael Schmidt-Salomon (gbs-Vorstandssprecher, Philosoph), Mina Ahadi, (Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime) sowie Dr. Paul Schulz (Publizist und Ex-Pfarrer). Auf der Seite der Religionsverteidiger stehen ihnen gegenüber: Dr. Ludwig Schick (Erzbischof von Bamberg), Ayman Mazyek (Generalsekretär des Zentralrats der Muslime) sowie die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Präsidenten des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen e.V., Tim Richter. Die Veranstaltung wird u.a. von der Giordano Bruno Stiftung, der Oberfrankenstiftung und der Robert Bosch GmbH unterstützt. Veranstaltungsort: Universität Bayreuth (Audimax), Universitätsstraße 30, 95447 Bayreuth. Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr. Eintritt: frei

Weitere Informationen unter:
http://konfliktsimulation.com/


Offener Brief an Bundespräsident Köhler: „Kinder brauchen nicht die Bibel, sondern Schutz vor religiöser Indoktrination“

In einem Offenen Brief an Bundespräsident Köhler hat die Giordano Bruno Stiftung die „weltanschauliche Manipulation von Kindern“ kritisiert und vorgeschlagen, Kindern zuerst ein „solides Grundwissen“ zu vermitteln, bevor man religiöse Vorstellungen an sie heranträgt. Anlass des Schreibens war ein Grußwort Köhlers, in dem es hieß, das Lesen der Bibel könne ein „wertvoller Beitrag für die frühkindliche Erziehung“ sein.

In dem Brief erklärt der Stiftungsvorstand, dass die Bibel auf Kinder eine „desorientierende Wirkung“ habe. Denn sie vermittelte „falsche Ansichten über die Natur der Dinge“ sowie „ethisch problematische Anweisungen, die dem Stand unserer kulturellen Evolution nicht mehr entsprechen“. Statt der gängigen Praxis, die Kinder im frühsten Alter mit kreationistischen Vorstellungen zu konfrontieren und ihnen das wissenschaftlich akzeptierte Weltbild der Evolutionstheorie erst sehr viel später nahe zu bringen, schlägt die Stiftung vor, die Evolutionstheorie bereits in der Grundschule zu lehren. Die Schule solle den Kindern dabei einen „gewissen Schutzraum vor religiöser Beeinflussung“ bieten.

Dass das Problem der weltanschaulichen Manipulation nicht erkannt werde, führt die Stiftung darauf zurück, „dass wir offenbar davon ausgehen, es gäbe tatsächlich katholische, protestantische oder muslimische Kinder.“ Doch derartige Kinder gebe es ebenso wenig, „wie es christlich-soziale, liberale, sozialdemokratische oder grüne Kinder gibt!“ Würde man Kindern von CDU-Wählern das CDU-Grundsatzprogramm in der Grundschule vermitteln, so wie man Kindern von Katholiken katholischen Religionsunterricht erteilt, wäre jedem klar, dass es sich hierbei um eine „missbräuchliche Indoktrination“ handelt.

Die Stiftung verband ihr Schreiben an den Bundespräsidenten mit der Übersendung eines aufklärerischen Buchpakets. Damit kam sie dem kürzlich erfolgten Aufruf nach, Köhler Buchgeschenke zukommen zu lassen, damit er sein Urteil revidieren könne, dass die Bibel „das wichtigste Buch“ sei.

Weitere Informationen:
http://hpd.de/node/8473

Originalquelle des Briefs:
http://giordano-bruno-stiftung.de/koehler09.pdf

 

Lehren aus dem Minarettverbot

58 Prozent der Wähler haben sich bei der Schweizer Volksabstimmung dafür entschieden, den Bau von Minaretten künftig zu verbieten. Was ist davon zu halten? Ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon.

Ist die Mehrheit der Schweizer fremdenfeindlich oder politisch so unbedarft, dass sie rechtspopulistischer Propaganda auf den Leim geht? In der medialen Berichterstattung über den Volksentscheid wird dieser Eindruck momentan erzeugt, doch eine solche Einschätzung zielt, auf bedenkliche Weise am Kern des Problems vorbei. Lesen Sie weiter auf hpd.de:
http://hpd.de/node/8349



"Happy Birthday, Charly!" – 3. Band der gbs-Schriftenreihe erschienen

Im Februar 2009 fand in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt der gbs-Festakt anlässlich des 200. Geburtstages von Charles Darwin statt. Der dritte Band der Schriftenreihe der Giordano Bruno Stiftung gibt die Reden von Franz Wuketits, Thomas Junker, Sabine Paul und Ulrich Kutschera wieder und enthält auch Darwins "Dankesrede", die Michael Schmidt-Salomon auf der Grundlage von Darwins Autobiographie verfasst hat. So knapp der Umfang des Bändchens ist, so klar ist die Kernaussage der Texte: Die weltanschauliche Komponente der Evolutionstheorie muss weit stärker als bisher in den Blick genommen werden! Da sie in Deutschland nach wie vor übersehen oder sogar in Abrede gestellt wird, bleibt hier ein wichtiges Stück Aufklärung zu leisten.

Darwin-Jahr 2009: Happy Birthday, Charly! Alibri, 2009, 60 Seiten, Fotos, geheftet, Euro 5,-.
Der Band ist ab sofort u.a. bei denkladen.de erhältlich:
http://www.denkladen.de/product_info.php/info/p1349

"Ein unmoralisches Angebot" - Veranstaltung mit Michael Schmidt-Salomon in Mastershausen

Unter dem Titel "Ein unmoralisches Angebot" hält Michael Schmidt-Salomon am nächsten Sonntag, dem 29. November 09, am Stiftungssitz in Mastershausen einen Vortrag zu seinem neuen Buch "Jenseits von Gut und Böse. Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind". Vor dem Vortrag wird das Video zum Darwinjahr "Children of Evolution" gezeigt werden. Der Schauspieler Dr. Walter Gontermann, Hauptdarsteller in der Rolle des Charles Darwin, wird bei der Post-Matinee ebenso anwesend sein wie Regisseurin Ricarda Hinz.

Veranstaltungsort: Forum der gbs, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen, Beginn: 14.00 Uhr, Eintritt frei.
ACHTUNG! Die Veranstaltung ist mittlerweile "ausverkauft"!

 

Kritische Islamkonferenz fordert „Asyl für Ex-Muslime“: gbs bittet um Unterstützung

Die „Abkehr vom Islam“ soll künftig als Asylgrund gelten, wenn die Asylbewerber aus Ländern stammen, in denen Apostasie (Abfall vom Glauben) als Verbrechen verfolgt wird. Dies ist das Ziel einer Kampagne, die heute von den Initiatoren der „Kritischen Islamkonferenz“ gestartet wurde.

„Die Flucht aus der Heimat ist für Ex-Muslime oft die letzte Chance, grausamen Strafen zu entgehen“, heißt es in dem von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Hartmut Krauss (Zeitschrift Hintergrund) und Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung) verfassten Kampagnentext. „Bislang jedoch haben deutsche Gerichte die Gefahren, die diesen Menschen in ihren Ursprungsländern drohen, in skandalöser Weise heruntergespielt und ihnen das Recht auf Asyl verweigert.“

Ein besonders gravierendes Beispiel sei der Fall des iranischen Dissidenten Siamak Zare, der 2007 im Rahmen einer Aktion des „Zentralrats der Ex-Muslime“ öffentlich bekannte, dem Islam abgeschworen zu haben. Das Verwaltungsgericht Kassel urteilte, dass die Abkehr vom Glauben in Zares Fall kein Asylgrund sei, da das „religiöse Existenzminimum“, etwa „das Gebet mit Gleichgesinnten“, nicht in Gefahr gerate. „Die Richter meinten offensichtlich, dass ein religionsfreier Mensch nicht am Beten gehindert werden könne, da er ohnehin kein Interesse daran hat“, erläutert Michael Schmidt-Salomon. „Daraus schlossen sie, dass religionsfreie Menschen nicht religiös verfolgt werden könnten, was an Absurdität schwerlich zu überbieten ist! Die Realität sieht bekanntlich völlig anders aus!“

„Allein im Iran wurden seit der Machtübernahme der Mullahs viele Tausend religionsfreie Menschen ermordet“, sagt Mina Ahadi. „Vor wenigen Tagen erst wurde ein junger Mann namens Ehsan Fattahian wegen „Abkehr vom Islam“ gehenkt. Ich frage mich: In welcher Welt leben diese deutschen Richter eigentlich? Wir werden das Skandalurteil gegen Siamak jedenfalls nicht hinnehmen! Vielmehr fordern wir die deutsche Politik und Justiz auf, endlich für eine humanere Asylpolitik zu sorgen!“

Bitte unterstützen Sie unsere Petition „Asyl für Ex-Muslime"! Sie kann hier unterzeichnet werden:
http://www.kritische-islamkonferenz.de/asyl.htm

 

Eilmeldung (9.11.09): Kritische Islamkonferenz fordert Bundesregierung zum Protest gegen Hinrichtungen im Iran auf

Die Organisatoren der Kritischen Islamkonferenz (u.a. die Giordano Bruno Stiftung) haben die deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, „in aller Entschiedenheit“ gegen die anstehenden Hinrichtungen von Ex-Muslimen im Iran zu protestieren. Im Fall des 28jährigen Ehsan Fattahian drängt die Zeit ganz besonders: Wie Mina Ahadi, die Vorsitzende des „Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland“ (ZdE), berichtete, soll Fattahian schon am frühen Mittwochmorgen wegen Apostasie (Abfall vom Glauben) und "Kampf gegen den Islam", so die Urteilsbegründung, exekutiert werden.

Der Hinrichtungstermin wurde erst am vergangenen Sonntag bekannt gegeben. Fattahian trat daraufhin in den Hungerstreik. Wie er sind noch fünf weitere Glaubensabtrünnige von Hinrichtung in den nächsten Tagen bedroht, elf weitere Personen sollen wegen politischer Aktivitäten gegen das Mullah-Regime der Todesstrafe zum Opfer fallen.

„Wenn der internationale Druck stark genug ist, kann es gelingen, Ehsan und die anderen Gefangenen zu retten!“, sagte Ahadi, die in Kontakt mit den Angehörigen steht und um deren Verzweiflung weiß. „Wir fordern die deutsche Bundesregierung, namentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle, auf, offiziell im Namen der Bundesrepublik Deutschland gegen diese eklatanten Menschenrechtsverletzungen zu protestieren!“, erklärte die ZdE-Vorsitzende am Montagmorgen gegenüber hpd.

„Nach Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch Anspruch auf Religionsfreiheit“, ergänzte Michael Schmidt-Salomon, der als Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung einer der Mit-Initiatoren der Kritischen Islamkonferenz ist. „Die Bundesregierung hat sich einige Male für Menschen eingesetzt, die vom Islam zum Christentum konvertierten. Es wird Zeit, dass sie sich endlich auch für religionsfreie Menschen engagiert! Denn gerade sie sind in theokratischen Systemen wie Iran besonders bedroht!“

In den vergangenen Jahren gelang es Ahadis Netzwerk immer wieder, Menschen vor der Todesstrafe zu bewahren. „In Ehsans Fall ist die Zeit sehr knapp, aber wir werden alles tun, was in unserer Macht steht!“, versprach Ahadi.

Petition:
http://gopetition.com/petitions/save-ehsan-fattahian-from-execution/sign.html

Facebook:
http://www.facebook.com/group.php?gid=201235431220&v=wall&ref=ts


"Propaganda der übleren Sorte": Giordano Bruno Stiftung wehrt sich gegen Kardinal Meisners Diffamierungen

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat in seiner Allerheiligen-Predigt religionskritische Wissenschaftler in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt. Der Kardinal warnte vor "ideologisierten Biophysikern, Hirnforschern und Evolutionisten", die den Menschen weismachen, "dass es keinen Gott gibt und deswegen auch nicht Wahrheit oder Lüge, Gut oder Böse". Das "System des Nationalsozialismus und des Kommunismus“ habe gezeigt, wohin das führe: "an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen. Dafür stehen die KZs und Gulags."

Der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, bezeichnete Meisners Predigt als "Propaganda der übleren Sorte". Der Kardinal habe die Positionen religionskritischer Wissenschaftler völlig entstellt und darüber hinaus "kolossale Geschichtsverfälschung" betrieben. Als "demagogisch" beziehungsweise "erschreckend uninformiert" wertete Schmidt-Salomon den Nazi-Vergleich, den Meisner bemühte, um konfessionsfreie Menschen zu diskreditieren. Schließlich sei der Nationalsozialismus keineswegs atheistisch gewesen. "Der Gottesglaube avancierte im Nazi-Regime sogar zur Staatsdoktrin!", erklärte der Stiftungssprecher.

Wenn man unbedingt einen Vergleich mit dem Nationalsozialismus ziehen wolle, müsse man festhalten, dass es weit größere Parallelen zwischen Meisners Glauben und der Naziideologie gebe als zwischen religionskritischen Wissenschaftlern und dem Nationalsozialismus. Die katholische Kirche habe ihre Mitverantwortung an den nationalsozialistischen Gräueltaten bis heute nicht aufgearbeitet. "Dass Meisner ausgerechnet jene Weltanschauung in die Nähe des Nationalsozialismus rückte, die vom Nazi-Regime von Anfang an verfolgt wurde, setzt diesem Trauerspiel die Krone auf", sagte Schmidt-Salomon.

Der Philosoph gab an, dass er dem Kardinal sein neustes Buch "Jenseits von Gut und Böse" zusenden werde, das unter anderem die christlichen Wurzeln des Holocaust beschreibt. Allerdings hat Schmidt-Salomon wenig Hoffnung, dass sich Meisner durch Fakten beeindrucken lasse: "Wir werden wohl auch in Zukunft mit Diffamierungen durch Herrn Meisner rechnen müssen."

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes:
http://hpd.de/node/8113

Gerhard Haderer neues Mitglied des gbs-Beirats

Seit vielen Jahren zählen seine Zeichnungen zu den Höhepunkten jeder "Stern"-Ausgabe: Gerhard Haderer ist zweifellos einer der brillantesten Karikaturisten und Zeichner unserer Zeit. Im Jahr 2001 wurde er mit dem "Deutschen Karikaturenpreis" ausgezeichnet. Besonders starke Kontroversen löste sein Buch "Das Leben des Jesus" aus, für das er Anfang 2005 in Griechenland (glücklicherweise in Abwesenheit!) zu sechs Monaten Haft verurteilt wurde. Nach internationalen Protesten wurde das Skandalurteil wenig später aufgehoben und Haderer freigesprochen.

"Wir freuen uns sehr, dass Gerhard Haderer den Beirat der Giordano Bruno Stiftung verstärkt", erklärte der Stiftungsvorstand in Mastershausen. "Aufklärung und Humor sollten stets gemeinsam auftreten. Gerhard Haderer verkörpert beides in hervorragender Weise…"

Weitere Informationen zu Gerhard Haderer sowie den anderen Stiftungsmitgliedern gibt es in der Rubrik Stiftung/Gremien.


Kampagne gegen Genitalverstümmelung gestartet

Mit einer Pressekonferenz im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung wurde am 17. September die von der gbs unterstützte "Kampagne gegen die Genitalverstümmelung von Patenmädchen" der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Aktion richtet sich gegen die Untätigkeit der großen Patenschaftsorganisationen, die die in Afrika und Asien weit verbreitete Genitalverstümmlung tolerieren, obgleich sie durchaus Möglichkeiten besäßen, effektiv gegen derartige Menschenrechtsverletzungen vorzugehen. Auf der Website der Kampagne www.patenmaedchen.de wird das Problem skizziert sowie eine mögliche Lösung angeboten. Außerdem findet man dort eine Gelegenheit, sich mit Protestbriefen an der Aktion zu beteiligen und auf diese Weise Druck auf die Patenschaftsorganisationen auszuüben.

Website der Kampagne:
http://www.patenmaedchen.de

Bericht des hpd zum Kampagnenstart:
http://hpd.de/node/7746



"Darf ein Bischof das Blaue vom Himmel lügen?“ Unterlassungsklage gegen Bischof Müller wird in Regensburg verhandelt

REGENSBURG. Am Mittwoch, dem 23. September 2009, wird vor dem Bayrischen Verwaltungsgericht Regensburg die mündliche Verhandlung zur Unterlassungsklage des Philosophen Michael Schmidt-Salomon gegen Bischof Müller stattfinden. Müller hatte im vergangenen Jahr eine Predigt gehalten, in der er Richard Dawkins und Michael Schmidt-Salomon als Vertreter eines "aggressiven Atheismus" scharf attackierte. Dabei stellte er u.a. die unwahre Tatsachenbehauptung auf, dass Schmidt-Salomon in dem Kinderbuch "Wo bitte geht´s zu Gott? fragte das kleine Ferkel" Geistliche als Schweine auftreten ließe und Kindesmord legitimiere (was dem Aufruf zu einem Kapitalverbrechen gleichkommen würde).

Da der Bischof die ihm zugestellte Unterlassungserklärung nicht unterschrieb, sah sich Schmidt-Salomon gezwungen, den Rechtsweg einzuschlagen. Für den Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung hat das Verfahren grundsätzliche Bedeutung. Es gehe dabei selbstverständlich nicht um die Zulässigkeit von Kritik ("Natürlich darf mich Herr Müller auch in schärfster Weise kritisieren!"), sondern um die Frage, ob ein Bischof dank seines "religiösen Wächteramtes" ein besonderes Recht habe, "falsche Tatsachenbehauptungen aufzustellen und seine weltanschaulichen Gegner in verhetzender Weise zu diffamieren".

Die Verhandlung, die um 13.30 Uhr vor dem Bayrischen Verwaltungsgericht (Bibliothekssaal, 1. Stock des Gerichtsgebäudes, Haidplatz 1) beginnen wird, ist öffentlich, also auch für Beobachter zugänglich. Michael Schmidt-Salomon wird zum Verhandlungstermin persönlich erscheinen. Mit einem Auftritt des Bischofs vor Gericht rechnet er nicht.

Hintergrundinformationen zum Rechtsstreit (incl. einer ausführlichen Stellungnahme von Michael Schmidt-Salomon) sind zu finden unter:
http://www.schmidt-salomon.de/mss-mueller.htm


"Jenseits von Gut und Böse": Das Nachfolgebuch zum "Manifest des evolutionären Humanismus" erscheint am 11.9.2009

(hpd) „Jenseits von Gut und Böse – Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind“ lautet der Titel des neuen Buchs von Michael Schmidt-Salomon, das am 11. September im Pendo Verlag (Piper) erscheinen wird. „Es ist mein wichtigstes Buch“, sagt der Autor selbst – und hat wahrscheinlich Recht damit: Denn wo Nietzsches „Umwertung aller Werte“ einst endete, setzt Schmidt-Salomon neu an. Wohl nie zuvor wurde das traditionelle Weltbild so radikal in Frage gestellt, wurde die naturalistisch-humanistische Position so konsequent zu Ende gedacht und dabei zugleich derart anschaulich geschildert. hpd-Redakteurin Fiona Lorenz sprach mit dem Autor über das Buch und die Debatten, die es auslösen könnte.

Link zum Interview:
http://hpd.de/node/7572

Der Videotrailer zum Buch:
http://www.youtube.com/watch?v=4uL7kPkYTZc

Weitere Informationen:
http://www.die-erloesung.de


Neue gbs-Printmedien erschienen

Zum 5-jährigen Bestehen hat die gbs eine neue Imagebroschüre herausgebracht, in der eine aktuelle Standortbestimmung der Stiftung vorgenommen wird. In dem 48-Seiten starken Heft wird die Zielsetzung der gbs anhand der Projekte, Kampagnen und Vorträge der letzten Jahre verdeutlicht und die gesellschaftspolitische Relevanz ihrer Aktivitäten herausgestellt. Von besonderem Interesse sind sicherlich die "10 Fragen und Antworten" auf den letzten Seiten der Broschüre: Dabei handelt es sich um eine Art "gbs-FAQ", also eine Sammlung von Antworten auf die Fragen, die am häufigsten an den Stiftungsvorstand gestellt wurden.

Gemeinsam mit der Imagebroschüre erschien der „gbs-Tätigkeitsbericht 2008“, der eine kurze und anschaulich illustrierte Zusammenfassung der wichtigsten Stiftungsaktivitäten des vergangenen Jahres bietet. Die Druckversion der beiden Broschüren wurde den Mitgliedern des gbs-Förderkreises in den letzten Tagen per Post zugesandt. Onlineversionen der Broschüren findet man unter folgenden Links:

„Aufklärung im 21. Jahrhundert“ (gbs-Imagebroschüre 2009):
Download des PDF-Dokuments

gbs-Tätigkeitsbericht 2008
Download des PDF-Dokuments


Neue Stiftungsmitglieder: Philipp Möller und Gerhard Rampp

Philipp Möller, der Sprecher der erfolgreichen „säkularen Buskampagne“ (www.buskampagne.de), konnte als Pressereferent für die gbs gewonnen werden. Er wird den Stiftungsvorstand künftig bei der internen und externen Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Als neues Beiratsmitglied begrüßt die gbs Gerhard Rampp, Ethiklehrer, Publizist und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS), der sich schon seit Jahrzehnten mit großem Engagement für die Interessen konfessionsfreier Menschen in Deutschland einsetzt. Informationen zu den Stiftungsmitgliedern finden Sie hier...


Solidarität mit der iranischen Oppositionsbewegung

Mit Unterstützung der gbs haben Vertreter der "Kritischen Islamkonferenz" zu "Solidarität mit der iranischen Oppositionsbewegung" aufgerufen. In der von Ralph Giordano, Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Hartmut Krauss (Zeitschrift Hintergrund) und Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung) unterzeichneten Erklärung heißt es, die Menschen im Iran hätten "ein Recht auf umfassenden Widerstand gegen das staatsislamistische Terrorregime und für eine säkular-demokratische Umwälzung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse". Die deutsche Bundesregierung wird in der Erklärung aufgefordert, "die Wahl Ahmadinedjads nicht anzuerkennen und sich für schärfere Sanktionen gegen den Gottesstaat einzusetzen." Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran sollten bis auf weiteres vollständig eingefroren werden.

Als "bezeichnend" werteten es die Vertreter der "Kritischen Islamkonferenz", dass die von der offiziellen "Deutschen Islamkonferenz" hofierten Muslimverbände sich hartnäckig geweigert haben, die Menschenrechtsverletzungen im Iran zu verurteilen und eine entsprechende Erklärung zu unterzeichnen: "Diesen Kräften gilt es fortan die öffentliche Unterstützung zu entziehen und sie endlich als das zu begreifen, was sie jenseits aller rhetorischen Floskeln in Wahrheit sind: Protagonisten der Gegenaufklärung und der Desintegration."

Am kommenden Freitag, dem 3. Juli 09, findet um 17.00 Uhr eine Solidaritätskundgebung in Köln statt. Auf der Domplatte am Römerbogen werden u.a. Ralph Giordano, Mina Ahadi und der iranische Filmemacher Basier Nasiebi sprechen. Die Erklärung der Kritischen Islamkonferenz zur iranischen Widerstandsbewegung kann auf der Website www.kritische-islamkonferenz.de nachgelesen werden.

 

Vortrag "Der Untergang des Abendlandes" in Mastershausen

Am Sonntag, dem 5. Juli 09, hält Rolf Bergmeier einen Vortrag zum Thema "Der Untergang des Abendlandes" am Stiftungssitz in Mastershausen. Er wird sich mit der Frage beschäftigen, warum all das, was die Griechen und Römer an Wissen, Kultur und Kunst bereits entwickelt hatten, in den "wilden Jahren des Christentums" für Jahrhunderte verloren ging. Derzeit arbeitet Rolf Bergmeier an einer kritischen Auseinandersetzung mit der modernen althistorischen Forschungsliteratur. Einige der Erkenntnisse, die er im Zuge seines Buchprojekts "Konstantin der Große und die wilden Jahre des Christentums" gewann, wird er in Masterhausen präsentieren und mit dem Publikum diskutieren.

Veranstaltungsort: Forum der gbs, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen, Beginn: 14.00 Uhr, Eintritt frei. ACHTUNG! Da die Zahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist, Anmeldung bitte bis Freitagabend unter folgender Telefonnummer: 06545/910286 (Eine schriftliche Anmeldebestätigung erfolgt nicht.)

Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro Entschädigung

Im Vorfeld der dritten Sitzung des „Runden Tischs Heimerziehung“, der am 15. und 16. Juni in Berlin stattfinden wird, hat der Verein ehemaliger Heimkinder (VEH) seine politischen Forderungen konkretisiert. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins am Pfingstwochenende in Mainz wurde mit großer Mehrheit ein Antrag verabschiedet, der u.a. die Einrichtung eines Entschädigungsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro vorsieht. Zusätzlich fordern die ehemaligen Heimkinder einen rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich für die Zwangsarbeiten, die sie leisten mussten, sowie sofortige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Behandlung der Traumata, unter denen viele ehemalige Heimkinder leiden.

Experten sprechen in Bezug auf die zumeist in katholischen und evangelischen Institutionen erfolgte Heimerziehung der 50er und 60er Jahre von systematischen Menschenrechtsverletzungen. In Irland und Kanada haben Klagen von Heimkindern bereits zu Entschädigungen in Milliardenhöhe geführt.

Zur Begründung der Entschädigungsforderung in Deutschland führte der Rechtsanwalt des VEH, Gerrit Wilmans, aus: „Auch wenn die Forderung auf den ersten Blick hoch erscheint, ist sie angesichts der großen Zahl der Betroffenen und der Schwere des erlittenen Unrechts, das ganze Biografien zerstört hat, maßvoll. Auch im internationalen Vergleich liegt die Forderung bezogen auf den Einzelfall absolut im Schnitt.“ Monika Tschapek-Güntner, die frisch gewählte erste Vorsitzende des Vereins, sagte: „Es darf keinen Unterschied machen, ob die grausamen Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen in Irland, Kanada oder Deutschland stattgefunden haben. Jede dieser Taten ist eines zivilisierten Staates unwürdig und ist gleichermaßen zu entschädigen, unabhängig davon, wo sie geschehen sind.“

Der Vorstand des VEH erklärte, dass die Entschädigungssumme nicht vorwiegend vom Steuerzahler getragen werden solle. Zwar habe der Staat seine Aufsichtspflicht grob verletzt, in erster Linie verantwortlich seien jedoch die zumeist kirchlichen Heimträger sowie die beteiligten Industrie-, Gewerbe und Landwirtschaftsbetriebe, die von der Zwangsarbeit der Heimkinder profitierten. Der Vorsitzende der Giordano Bruno Stiftung, Herbert Steffen, der die Mitgliederversammlung der ehemaligen Heimkinder leitete, formulierte es so: „Die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände haben in den letzten Jahrzehnten viele Milliarden vom Steuerzahler erhalten. Sie sind nachweislich im Besitz eines kolossalen Vermögens. Es wäre ein Skandal, würden sie sich jetzt ihrer Verantwortung entziehen! Gerade sie sind gefordert, alles zu tun, um das Unrecht zu kompensieren, das den Heimkindern widerfahren ist.“

Weitere Informationen (incl. Originaldokumente): http://hpd.de/node/7135

 

"Mama, hol`die Wäsche rein, die Atheisten kommen!" - Säkulare Buskampagne auf Deutschlandtour

Nachdem sich sämtliche Verkehrsunternehmen in Deutschland (im Unterschied zu den Betrieben in anderen europäischen Ländern!) geweigert haben, ihre Busse mit den Sprüchen der säkularen Buskampagne fahren zu lassen, haben die Initiatoren der Kampagne beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen. Sie werden nun selbst mit einem gemieteten Doppeldeckerbus durch Deutschland touren und auf diese Weise ihr vermeintlich so subversives Statement "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben" unter die Leute bringen. Die säkulare Deutschland-Tour wird am 30.5. in Berlin beginnen und eben dort nach einer Fahrt quer durch die Republik am 18.6. enden. Die Giordano Bruno Stiftung zählt neben anderen säkularen Organisationen zu den Unterstützern der Kampagne. Voraussichtlich werden auch einige Beiräte der Stiftung hier und da in den Bus einsteigen und vor Ort aktiv an den Begleitveranstaltungen zur Tour teilnehmen.

Weitere Infos:
http://www.buskampagne.de
http://hpd.de/node/6958

Ein besonderes Highlight des Darwin-Jahres: Prominent besetzte Tagung rund um den "Evolutionstag" in Nürnberg

Vom 20.-22. Mai 2009 findet im Nürnberger Planetarium die offene Tagung "Die Fruchtbarkeit der Evolution – Humanismus zwischen Zufall und Notwendigkeit" statt. Referieren werden dort insgesamt vierzehn renommierte Wissenschaftler und Philosophen, darunter Richard David Precht, der mit "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?" den Bestseller des letzten Jahres schrieb, sowie Ernst-Peter-Fischer ("Der kleine Darwin"), der unlängst gemeinsam mit Precht im "Philosophischen Quartett" über die Bedeutung der Evolutionstheorie diskutierte. Veranstalter der Tagung ist das Nürnberger Hands-on-Museum turmdersinne in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Bayern und der Giordano Bruno Stiftung, die mit Gerhard Vollmer, Franz Wuketits, Michael Schmidt-Salomon, Sabine Paul, Thomas Junker und Esther Vilar gleich sechs namhafte Referenten nach Nürnberg entsendet.

Dass der Kongress rund um den 21. Mai, also "Christi Himmelfahrt", stattfindet, ist kein Zufall. Schließlich hat die Giordano Bruno Stiftung vor kurzem mit der Kampagne "Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt" bundesweit für Aufsehen gesorgt. "Im Zuge unserer Evolutionstag-Kampagne hatten wir bereits auf die weitreichenden weltanschaulichen Konsequenzen der Evolutionstheorie hingewiesen", erklärt Stiftungssprecher Schmidt-Salomon. "Insofern war es naheliegend, den Evolutionstag zu nutzen, um die so häufig verdrängten Konsequenzen der Darwinschen Erkenntnisse auf einer prominent besetzten Tagung genauer zu erörtern."

Weitere Informationen auf darwin-jahr.de:
http://www.darwin-jahr.de/evo-tipps/fruchtbarkeit-evolution

Fünf Jahre Giordano Bruno Stiftung

Vor fünf Jahren, genau am 15. April 2004, wurde die Giordano Bruno Stiftung (gbs) offiziell als Stiftung anerkannt. Aus diesem Anlass trafen sich am vergangenen Wochenende in Mastershausen Aktivisten der gbs, um Bilanz zu ziehen und über die künftige Entwicklung der Stiftung zu beraten. „Wir haben in den vergangenen Jahren weit mehr erreicht, als wir erwarten durften“, erklärte Stiftungsgründer Herbert Steffen. „Offensichtlich war die Zeit reif für eine solche Organisation. Der erstaunliche Erfolg der Stiftung belegt, dass viele Menschen heute das Bedürfnis haben, eine zeitgemäße Alternative zu den bestehenden Religionen zu entwickeln.“

Lesen Sie weiter auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes:
http://hpd.de/node/6873

Ingrid Mathäus-Maier im gbs-Beirat

Die ehemalige FDP- und spätere SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier ist neuestes Mitglied des gbs-Beirats. Frau Matthäus-Maier war von 1979 bis 1982 Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages und von 1988 bis 1999 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Schon früh engagierte sich die Juristin in der Humanistischen Union und war maßgeblich an der Formulierung des 1974 entstandenen, damals wie heute erstaunlich fortschrittlichen FDP-Kirchenpapiers „Freie Kirche im Freien Staat“ beteiligt, das eine klare Trennung von Staat und Kirche (u.a. die Abschaffung der Kirchensteuer und die Ablösung sämtlicher exklusiver Staatsleistungen an die Kirchen) forderte. „Wir freuen uns sehr, mit Ingrid Matthäus-Maier nun auch eine gestandene Politikerin in unseren Reihen zu haben“, erklärte Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon. „Ich bin überzeugt, dass dies eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit wird.“

Weitere Informationen zu Frau Matthäus-Maier und den anderen gbs-Beiräten finden Sie hier.

 

„Die Kirche hat Darwin nie akzeptiert!“

Gegenwärtig findet eine recht intensive Debatte darüber statt, ob die Evolutionstheorie mit traditionellen religiösen Vorstellungen in Einklang gebracht werden kann oder nicht. Nachdem der Direktor des Berliner Museums für Naturkunde, Reinhold Leinfelder, in seinem Blog „Ach, du lieber Darwin!“ den Vorwurf erhoben hatte, die gbs würde Charles Darwin zu religionskritischen Zwecken missbrauchen, und der Philosoph Jürgen Mittelstraß auf Spiegel-online zudem bekundete, die Kirche habe im Grunde niemals Probleme mit Darwin und der Evolutionstheorie gehabt, reagierte Michael Schmidt-Salomon mit einer umfassenden Replik. In „Der halbierte Darwin“ zeigte er auf, dass diejenigen, die meinen, die Evolutionstheorie sei mit traditionellen Glaubensvorstellungen vereinbar, die (r)evolutionären Erkenntnisse Darwins in unzumutbarer Weise bagatellisieren.

„Der halbierte Darwin“ (mit weiterführenden Links):
http://www.darwin-jahr.de/evo-magazin/halbierte-darwin

Interview zum Thema im „Tagesspiegel“
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Evolution;art304,2765378


Die Entgleisungen des Bischof Mixa

„Bischof Mixa ist entweder ein Demagoge, der die Öffentlichkeit für dumm verkaufen möchte, oder aber kolossal ungebildet. Im Sinne des Grundsatzes 'Im Zweifel für den Angeklagten' möchte ich von Letzterem ausgehen: Mixa hat offensichtlich gar keine Ahnung von den Dingen, über die er spricht. Das ist angesichts der Schrecken der deutschen Geschichte skandalös genug!“ Mit diesen scharfen Worten reagierte der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung (gbs), Michael Schmidt-Salomon, am Montagmorgen in Mastershausen auf die umstrittene Osterpredigt des Augsburger Bischofs. Mixa hatte am Ostersonntag die „Gottlosigkeit“ für die Gräuel des Nationalsozialismus verantwortlich gemacht.

„Im Unterschied zu Mixa muss man festhalten, dass unter Hitler 'Gottgläubigkeit' gewissermaßen zur Staatsdoktrin avancierte“, erklärte Schmidt-Salomon. „Die Mehrheit der Nazigefolgschaft bekannte sich zum christlichen Glauben, eine Minderheit verstand sich als 'gottgläubig' etwa im Sinne des Himmlerschen Esoterik-Kultes. Atheisten hingegen waren sowohl in der NSDAP als auch in der SS unerwünscht, da 'Gottlosigkeit' als Ausdruck des 'zersetzenden jüdischen Geistes' galt. Während die Freidenkerverbände nach der nationalsozialistischen 'Machtergreifung' verboten wurden, schloss Nazideutschland mit dem Vatikan das verhängnisvolle 'Reichskonkordat' ab, von dem die Kirchen übrigens bis heute noch profitieren! Hitler seinerseits wurde von führenden Katholiken und Protestanten entschieden gefördert, zum einen weil es große ideologische Übereinstimmungen gab, zum anderen weil er ihnen als 'letztes Bollwerk gegen den gottlosen Kommunismus' erschien. Dies führte dazu, dass ausgerechnet die katholische Zentrumspartei Hitler die nötigen Stimmen zur Durchsetzung des sogenannten Ermächtigungsgesetzes verschaffte, das die Nazi-Tyrannei erst möglich machte.“

Lesen Sie weiter auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd.de/node/6805

Zu Mixas umstrittener Osterpredigt auf Spiegel online:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618676,00.html
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618696,00.html

Vortrag von Colin Goldner in Mastershausen: Der Fall des Dalai Lama

Am kommenden Sonntag, dem 5. April 09, spricht der Psychologe, Autor und Okkultismusexperte Dr. Colin Goldner am Stiftungssitz in Mastershausen über den Gottkönig Dalai Lama. Ist der hoch geachtete Dalai Lama ein ehemaliger Gewaltherrscher, der Lamaismus in Wirklichkeit gar keine so friedfertige Religion und der Friedensnobelpreisträger mitunter sogar ein Hassprediger? gbs-Beiratsmitglied Goldner zeigt die andere Seite einer medialen Kultfigur auf.

Veranstaltungsort: Forum der gbs, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen, Beginn: 14.30 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich!

 

gbs präsentiert Preview von „Religulous“ in Berlin - Im Anschluss: „Das blasphemische Quartett“ mit Ralf König und Esther Vilar

Am 2. April startet der neue Film "Religulous" von „Borat“-Regisseur Larry Charles in den deutschen Kinos. Vier Tage zuvor, am Sonntag, dem 29.3., präsentiert die Giordano Bruno Stiftung (gbs) im "Babylon" (Berlin-Mitte) die "Exklusive Preview" des satirischen Dokumentarfilms, der in den USA für Aufregung und volle Kinosäle gesorgt hat.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird "Das blasphemische Quartett" mit dem Publikum über den Film diskutieren und der "Lust am Lästern" freien Lauf lassen. Mit von der Partie sind der Comiczeichner Ralf König ("Der bewegte Mann", "Kondom des Grauens"), die Schriftstellerin Esther Vilar ("Der dressierte Mann", "Der betörende Glanz der Dummheit"), der Philosoph Michael Schmidt-Salomon ("Manifest des evolutionären Humanismus", "Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel") sowie der Musiker/Texter/Autor Michael Kernbach (ehemals "Guildo Horn & Die orthopädischen Strümpfe" und "Die Gerd-Show").

"Das wird bestimmt ein Heidenspaß!", verspricht gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon. "Religulous ist ein urkomischer und zugleich todernster Dokumentarfilm, der die wundersamen Ansichten religiöser Eiferer auf charmante und erfrischend respektlose Weise offen legt. Wir freuen uns sehr, dass Central Film Verleih uns die Gelegenheit geboten hat, die exklusive Preview des Films zu präsentieren." Dass die Preview ausgerechnet in Berlin stattfindet, sei nicht allein dem Hauptstadtstatus der Spreemetropole geschuldet, erklärt der gbs-Sprecher. "Die Veranstaltung ist sozusagen unsere Antwort auf 'Pro-Reli'! Wir hoffen sehr, dass es dieser Initiative nicht gelingt, das Rad der Geschichte zurückzudrehen!"

Die Filmvorführung von „Religulous“ mit dem anschließenden Live-Talk “Das blasphemische Quartett“ beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt beträgt Euro 6,50. Veranstalter ist die Giordano Bruno Stiftung in Kooperation mit dem Central Film Verleih. Veranstaltungsort ist das "Babylon" in Berlin-Mitte (Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin). Zu "Religulous" und den Schlüssen, die man aus dem Film ziehen kann, erschien unlängst ein Kommentar von Michael Schmidt-Salomon mit dem Titel "Die wundersame Welt der Religioten".

Deutscher-Religulous-Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=ebSLzbb5-Es

Offizielle Filmwebsite:
http://www.religulous.centralfilm.de

"Die wundersame Welt der Religioten":
http://hpd.de/node/6606

Reservierungen für die Preview + Live-Talk (Website des Kinos):
http://www.babylonberlin.de

Medienvertreter können sich über folgendes Webformular zur Veranstaltung anmelden:
http://giordano-bruno-stiftung.de/tinc?key=uNDCS0r7&formname=Religulous

 

"Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!" gbs startet Kampagne zur Änderung der Feiertagsgesetze

Christi Himmelfahrt soll künftig Evolutionstag heißen! Das ist das Ziel einer Kampagne, die die Giordano Bruno Stiftung am Aschermittwoch startete. Das Darwin-Jahr 2009 biete einen hervorragenden Anlass, um den enormen Erkenntnisgewinn durch die Evolutionstheorie gesellschaftlich stärker zu verankern, erklärte gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon am Stiftungssitz in Mastershausen. Eine gute Möglichkeit hierfür sei die Einrichtung eines offiziellen Feiertags: „Am Evolutionstag sollte gefeiert werden, dass wir endlich den kindlichen Narzissmus überwunden haben, der uns dazu verleitete, unsere Art als 'Krone der Schöpfung’ zu betrachten.“

Da nicht zu erwarten sei, dass die gesetzgebenden Länder den „Evolutionstag“ als zusätzlichen Feiertag einführen werden, biete sich die offizielle Umbenennung eines bereits bestehenden christlichen Feiertags an, heißt es in dem von Schmidt-Salomon verfassten Petitionstext. Der hierfür am besten geeignete Kandidat sei „Christi Himmelfahrt“, einer der neun bundeseinheitlich geltenden Feiertage. Christi Himmelfahrt empfehle sich schon allein deshalb, weil viele Familien an dem Tag Ausflüge in die Natur unternehmen würden. „Angemessener kann ein 'Evolutionstag’ kaum begangen werden!“, sagte der gbs-Sprecher, der mit dem kürzlich erschienenen Kinderbuch „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“ einen der provokantesten Beiträge zum Darwin-Jahr vorgelegt hat.

Für die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag spreche, so Schmidt-Salomon, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen nicht mehr „an das Dogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den Himmel“ glaube. Außerdem müsse endlich auch das konfessionsfreie Drittel der Gesellschaft berücksichtigt werden, dem aus Fairnessgründen ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zustehe. „Davon sind wir noch meilenweit entfernt!“, kritisierte Schmidt-Salomon. „Die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten.“

Die Petition zur Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag kann auf dem Internetportal zum Darwin-Jahr (www.darwin-jahr.de/e-day) unterzeichnet werden. Zur Unterstützung der Kampagne hat die Giordano Bruno Stiftung heute Charles Darwin persönlich in den Ring geschickt. In dem u.a. auf YouTube veröffentlichten Musikvideo „Children of Evolution“ erklärt der Jubilar in fröhlicher Rockstarpose, warum es keine Schande ist, ein „nackter Affe“ zu sein.

Direkter Link zur Petition "Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!"
http://www.darwin-jahr.de/e-day

Link zum Video: "Darwin & The Naked Apes / Children of Evolution"
http://www.youtube.com/watch?v=wbIa9fZuTFA&feature=channel

Bericht zur Kampagne auf "Spiegel online":
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,609680,00.html

 

"Susi Neunmalklug erklärt die Evolution" – gbs veröffentlicht Video zu dem wohl frechsten Buch des Darwin-Jahrs

Einer der Höhepunkte des Frankfurter Darwin-Festakts war die Uraufführung des amüsanten Kurzfilms "Susi Neunmalklug erklärt die Evolution", das auf dem gleichnamigen, just zum Darwin-Geburtstag erschienenen Buch von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke beruht. Die Filmemacherin Ricarda Hinz hat das "Susi-Video" nun im Auftrag der Giordano Bruno Stiftung auf ihrem YouTube-Channel veröffentlicht. Begleitend dazu erschien auf hpd ein ausführliches Interview mit den beiden Autoren zu Buch und Film. Selten zuvor ist der Schöpfungsglaube auf so charmant-witzige, neunmalkluge Weise entzaubert worden…

Susi Neunmalklug-Video auf YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=X-j3I4kjHWI

Interview mit den Autoren:
http://hpd.de/node/6409

Susis Website im Internet:
http://www.susi-neunmalklug.de

Darwins Dankesrede – Impressionen vom Festakt in der Deutschen Nationalbibliothek

Der Darwin-Festakt am 13.2. in Frankfurt war ein voller Erfolg! Rund vierhundert Menschen feierten den 200. Geburtstag des Begründers der modernen Evolutionstheorie. Einen Eindruck von der Stimmung in der Deutschen Nationalbibliothek vermittelt die nun veröffentlichte Videodokumentation der Dankesrede, die der Schauspieler Walter Gontermann in Gestalt von Charles Darwin vortrug. Neben dem Video präsentiert der Humanistische Pressedienst (hpd) den vollständigen Text der Rede. Im Anmerkungsapparat finden sich Hinweise auf Original-Zitate Darwins, die gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon in die Rede einbaute.

Link:
http://hpd.de/node/6395

„Happy Birthday, Charly!” - Festakt zu Darwins 200. Geburtstag in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt

Am 12. Februar 2009 jährt sich Charles Darwins Geburtstag zum 200. Mal. Am Tag darauf, Freitag, dem 13.2., findet in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt (Adickesallee 1, 60322 Frankfurt/M) ein Festakt zu Ehren des Begründers der Evolutionstheorie statt. Veranstalter ist das Darwin-Jahr-Komitee der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin.

In dem ebenso informativen wie unterhaltsamen Programm werden renommierte Evolutionsbiologen darlegen, worin die großen wissenschaftlichen Leistungen Darwins bestanden und in welche Richtung sich die Evolutionsbiologie seit Darwins Zeiten entwickelt hat. Außerdem hat die Filmemacherin Ricarda Hinz für den Festakt einige Videoeinspielungen vorbereitet. Gerüchten zufolge soll Charles Darwin persönlich in der Nationalbibliothek erscheinen und eine kurze Dankesrede halten.

Im Anschluss an den Festakt besteht die Gelegenheit, mit den Autoren Thomas Junker/Sabine Paul („Der Darwin-Code“, Verlag C.H. Beck)), Ulrich Kutschera („Tatsache Evolution“, dtv)), Michael Schmidt-Salomon/Helge Nyncke („Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“, Alibri Verlag) und Franz M. Wuketits („Evolution ohne Fortschritt“, Alibri Verlag) ins Gespräch zu kommen und sich Bücher signieren zu lassen.

Das Programm beginnt um 20.00 Uhr, Einlass mit Sektempfang ist um 19.00 Uhr. Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Website www.darwin-jahr.de. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, empfiehlt es sich, frühzeitig zu reservieren.

Link zum Veranstaltungshinweis:
http://www.darwin-jahr.de/evo-tipps/happy-birthday-charly


Die Website zum Darwin-Jahr: gbs startet das Portal darwin-jahr.de

Das Jahr 2009 steht gleich in doppelter Hinsicht im Zeichen Charles Darwins: Denn der große Evolutionsbiologe wurde nicht nur vor 200 Jahren geboren, vor exakt 150 Jahren erschien zudem sein bahnbrechendes Werk „Über die Entstehung der Arten“. Nun haben die Giordano Bruno Stiftung und die AG Evolutionsbiologie ein Internetportal an den Start gebracht, das kompetent, aber auch unterhaltsam durch das Darwin-Jahr führen wird.

Auf darwin-jahr.de finden Interessierte nicht nur die wichtigsten Veranstaltungen des Darwin-Jahrs, im „Evo-Magazin“ geht es auch um neuste Erkenntnisse der Evolutionsbiologie, neue Bücher, Interviews, „Neues aus dem Kreationisten-Dschungel“ sowie um spannende Debatten über die Konsequenzen der Evolutionstheorie. Im Kontrast zum wissenschaftlichen Zugang, so Andreas Müller, der Leitende Redakteur der Website, „wird es auf dem Portal auch erheiternde Einblicke in die diversen Schöpfungsmythen geben, die homo sapiens im Zuge seiner kulturellen Evolution hervorgebracht hat.“

„Die Website wird in den nächsten Wochen und Monaten kontinuierlich ausgebaut werden“, erklärt Müller. Betrieben wird darwin-jahr.de von ausgewiesenen Experten der Giordano Bruno Stiftung und der AG Evolutionsbiologie, die sich zum „Darwin-Jahr-Komitee“ zusammengeschlossen haben. Mit von der Partie sind u.a. die Professoren Christoph Antweiler, Thomas Junker, Ulrich Kutschera, Axel Meyer, Beda M. Stadler, Eckart Voland, Gerhard Vollmer und Franz M. Wuketits.

„Die Giordano Bruno Stiftung wird im Darwin-Jahr den Schwerpunkt ihrer Arbeit etwas verlagern. Statt Religionskritik wollen wir die weltanschaulichen Konsequenzen der Evolutionstheorie fokussieren“, sagte Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon in Mastershausen. Allerdings sei das Eine mit dem Anderen durchaus verknüpft: „Wer erst einmal begriffen hat, dass wir bloß eine zufällig entstandene Trockennasenaffenart auf einem Staubkorn im Weltall sind, der wird religiösen Heilserzählungen automatisch mit der nötigen Skepsis gegenübertreten.“

Link:
http://www.darwin-jahr.de

 

Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KorsO) gegründet

Elf säkulare Verbände, Vereine und Stiftungen (darunter die Giordano Bruno Stiftung) haben am 16. November 2008 in Berlin den Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KorsO) gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Frieder Otto Wolf (Präsident der Humanistischen Akademie), zum 2. Vorsitzenden Dr. Carsten Frerk (Kurator der gbs) gewählt. Wie es in der verabschiedeten Resolution heißt, hat KorsO das Ziel, die Interessen der Konfessionsfreien zu vertreten, die mittlerweile mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung ausmachen. Der Vorstand der gbs, der vollständig nach Berlin angereist war, wertete die Gründung von KorsO als Meilenstein auf dem Weg hin zu einer stärkeren öffentlichen Wahrnehmung der Interessen religionsfreier Menschen in Deutschland. "Wir sind froh, dass die vielen Diskussionen der letzten Jahre endlich zu einem sichtbaren Ergebnis geführt haben!", erklärte Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon in Mastershausen und appellierte an die Vertreter der Medien und Politik, die neu gegründete Interessensvertretung der Konfessionsfreien ernst zu nehmen.

Weitere Informationen zu KorsO:
http://hpd.de/node/5766
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Atheismus;art304,2663540

 

gbs unterstützt Kalisch: Deutschlands erster Professor für Islamkunde ist ein Mann der Aufklärung!

Im Jahr 2004 wurde der habilitierte Islamwissenschaftler Muhammad Kalisch auf den ersten Lehrstuhl für die Ausbildung islamischer Religionslehrer in Deutschland berufen. Vier Jahre später, im September 2008, beendete der "Koordinationsrat der Muslime in Deutschland "(KRM) seine Zusammenarbeit mit Kalisch im Beirat des Centrums für Religiöse Studien der Universität Münster mit einem Paukenschlag: Die Muslimverbände erklärten, man könne niemandem empfehlen, bei Professor Kalisch zu studieren, da er grundsätzliche Lehren des Islam, wie die Existenz Mohammeds und die Grundlagen der Entstehung des Koran, in Zweifel ziehe. Die historisch-kritische Methode, auf die sich Kalisch berufe, dürfe auf den Islam nicht angewandt werden. Daraufhin knickte das NRW-Wissenschaftsministerium ein und kündigte in Einvernehmen mit den konservativen Muslimverbänden an, an der Universität Münster eine zweite Professorenstelle für islamische Religionswissenschaft einzurichten, die dann für die Ausbildung künftiger Lehrer für Islamkunde oder Islamunterricht verantwortlich sei.

Aus Sicherheitsgründen musste Kalisch mit seinen Institutsmitarbeitern nun in ein anderes Gebäude der Universität Münster umziehen, was medial für einige Schlagzeilen sorgte. Bedauerlicherweise wurden in der Berichterstattung Kalischs Argumente, die ihn dazu brachten, Mohammeds Existenz anzuzweifeln und den Islam insgesamt kritisch zu hinterfragen, kaum berücksichtigt. Deshalb hat sich die Giordano Bruno Stiftung dazu entschlossen, Kalischs wegweisende "Anmerkungen zu den Herausforderungen der historisch-kritischen Methode für das islamische Denken" auf ihrer Website zu veröffentlichen und auch auf anderem Wege zu verbreiten.

Nach einem längeren Telefonat mit Muhammad Kalisch erklärte Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon am Donnerstagnachmittag in Mastershausen: "Muhammad Kalisch hat mich ebenso erstaunt wie beeindruckt. Er ist wahrhaftig ein Mann der Aufklärung, der unsere volle Unterstützung verdient. Seine Positionen sind nicht nur gut begründet, er hat auch den Mut, sie in aller Öffentlichkeit zu vertreten - trotz der Gefahren, die damit verbunden sind. Der Fall Kalisch macht Hoffnung, dass der Islam möglicherweise den Prozess der Aufklärung doch schneller durchlaufen könnte, als wir dies bisher angenommen haben. Immerhin muss man feststellen: Auf etwa 100 katholische Theologieprofessoren kommt ein Horst Herrmann, auf 100 protestantische Theologen ein Gerd Lüdemann. Dass sich mit Muhammad Kalisch gleich der erste universitäre Islamtheologe in Deutschland so konsequent in die Tradition der Aufklärung stellt, könnte ein Zeichen dafür sein, dass wir die rationalistische Tradition innerhalb der muslimischen Philosophie gemeinhin kolossal unterschätzen. Ich kann nur jedem empfehlen, Kalischs Anmerkungen zur historisch-kritischen Methode zu lesen, und hoffe, dass die verantwortlichen Politiker einsehen, dass man einen Hoffnungsträger wie Kalisch nicht aus falscher Rücksichtsnahme auf das akademische Abstellgleis schieben darf."

Mohammad Kalisch:
Islamische Theologie ohne historischen Muhammad -
Anmerkungen zu den Herausforderungen der historisch-kritischen Methode für das islamische Denken
Download des PDF-Dokuments

Unterschriftenliste:
Solidaritätserklärung mit dem Lehr- und Forschungsauftrag von Professor Dr. Muhammad Sven Kalisch
http://www.solidaritymuhammadkalisch.com/

 

gbs-Kinderbuch II: Die Geschichte vom frechen Hund

Wer sich nicht traute, das "kleine Ferkel" zu verschenken, für den gibt es jetzt eine schöne Alternative: die "Geschichte vom frechen Hund", ein drolliges Bilderbüchlein, das kleinen Kindern großen Spaß macht und ihnen erklärt, warum es klug ist, freundlich zu sein. Nachdem das Ferkelbuch über Wochen hinweg in den Medien kontrovers diskutiert wurde, hat das Team Schmidt-Salomon/Nyncke ein weiteres Kinderbuch veröffentlicht. Es heißt „Die Geschichte vom frechen Hund“ und richtet sich an die jüngsten Leserinnen und Leser. Im Unterschied zu „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ haben die Autoren diesmal auf religionskritische Attacken verzichtet. Stattdessen legen sie mit der „Geschichte vom frechen Hund“ eine liebevolle Einführung in die evolutionäre Ethik für Drei- bis Fünfjährige vor. Mit gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon sprach der humanistische Pressedienst (hpd) über Wertevermittlung, Provokation und den Spaß, Erwartungen zu enttäuschen.

Link zum hpd-Interview:
http://hpd.de/node/5697

Link zur "Frecher-Hund"-Seite auf der Homepage von Michael Schmidt-Salomon:
http://www.schmidt-salomon.de/hund.htm

 

Symposium in Berlin: Was ist heute Humanismus?

In Zusammenarbeit mit der „Humanistischen Akademie Deutschland“ (HAD) veranstaltet die „Akademie der politischen Bildung der Friedrich-Ebert Stiftung“ (fes) vom 15. - 16. November eine Fachtagung unter dem Titel „Was ist heute Humanismus?“. Am ersten Veranstaltungstag werden zahlreiche renommierte Experten und Wissenschaftler, u.a. Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Staatsminister a.D), Prof. Dr. Frieder Otto Wolf (Präsident der HAD), Dr. Michael Schmidt-Salomon (gbs) und Dr. Horst Groschopp (Präsident des Humanistischen Verband Deutschlands) Vorträge zum Thema halten. Am zweiten Veranstaltungstag wird eine Podiumsdiskussion zum Thema „“Neuer Atheismus“ und politischer Humanismus - Bedeutung für Konfessionsfreie“ mit Statements von Repräsentanten der freigeistigen Organisationen „Jugendweihe Deutschland“, „Humanistischer Verband Deutschland“, „Die Humanisten Würtemberg“, „Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten“, „Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften“ und „gbs“ stattfinden.
Tagungsleitung: Dr. Johannes Kandel / Dr. Horst Groschopp
Veranstaltungszeiten:
Samstag,15. Nov.: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr
Sonntag, 16. Nov.: 10.00 Uhr – 13.00 Uhr
Veranstaltungsort: Akademie der politischen Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin

Das Tagungsprogramm können Sie sich als PDF-Dokument unter folgendem Link herunterladen:
http://www.humanistische-akademie-deutschland.de/PDF/Programm2008b.pdf

 

"Glück ohne Gott": gbs in der Titelstory des Magazins „SZ WISSEN“

Das Titelthema der aktuellen Ausgabe (November) des Monatsmagazins „Süddeutsche Zeitung Wissen“ lautet „Glück ohne Gott – Wie ungläubige Menschen Sinn im Leben finden“. SZ-Wissen-Chef Christian Weber schrieb eine sehr interessante Titelstory „Das Paradies ist: Jetzt“, in der die Giordano Bruno Stiftung besondere Erwähnung findet. An das 10seitige Feature schließt sich ein nicht minder interessantes vierseitiges Interview mit gbs-Beirat Bernulf Kanitscheider an („Der Kosmos schweigt uns an“). Ab der vorliegenden Ausgabe enthält SZ Wissen als regelmäßige Rubrik auch ein philosophisches Gespräch mit gbs-Beirat Eckart Voland.

Link:
http://www.sz-wissen.de

 

gbs unterstützt Resolution des Senats der Universität Leipzig

Der Senat der Universität Leipzig hat sich in einer Resolution gegen die Forderung gewehrt, das sog. Paulinum, das wieder aufgebaute, zentrale Gebäude der Leipziger Universität, als Kirche zu weihen. Die gbs unterstützt den Resolutionstext nachdrücklich, in dem es u.a. heißt: "Der von einer lauten, aber durch nichts legitimierten Minderheit gestellten Forderung, das zentrale Bauwerk der Universität als Kirche zu weihen, darf die Universität nicht nachkommen. Damit würde die Bindung der Wissenschaft an eine Konfession symbolisiert. Die Forderung verkennt den privaten Charakter jedes religiösen Bekenntnisses in einer religiös und weltanschaulich pluralen Gesellschaft. Die Universität kann und darf sich nicht von der Gesellschaft isolieren, indem sie ihr symbolisches Zentrum zum Gotteshaus erklären lässt. Die aggressive Form, mit der manche Vertreter dieser Forderung Rektor Häuser diffamieren und versuchen, der Universität ihren Willen aufzuzwingen, ist Ausdruck eines ungehörigen Machtanspruchs, den wir zurückweisen."

Link zur Resolution:
http://db.uni-leipzig.de/aktuell/index.php?pmnummer=2008210

 

Neue Beiratsmitglieder

Die Giordano Bruno Stiftung freut sich, zwei neue Beiratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

- Prof. Dr. Dieter Birnbacher, einer der profiliertesten deutschen Philosophen, der vor allem auf dem Gebiet der praktischen Ethik Herausragendes geleistet hat

- Dr. Mathias Jung, Psychotherapeut und Philosoph, der in seinen zahlreichen Vorträgen, Büchern, Audio-Cds sowie in seiner praktischen Arbeit als Therapeut die Bedeutung der Philosophie für das individuelle "gute Leben" herausarbeitet.

Informationen zu den neuen (wie auch den alten) Beiratsmitgliedern finden sich in der Rubrik Gremien.

 

Vortragsreise von Michael Schmidt-Salomon in der Schweiz

Zum 100. Jubiläum der Freidenker-Vereinigung der Schweiz wird gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon in sechs Orten in der Schweiz Vorträge zum Thema "Projekt Aufklärung: Glaubst du noch oder denkst du schon?" halten. Die Daten der Veranstaltungen:
Bern: Montag 27. Oktober 2008, 19:30 Uhr, Kulturkeller ONO , Kramgasse 6, Bern
Solothurn: Dienstag, 28. Oktober 2008, 19:30 Uhr, Städt. Konzertsaal, Untere Steingrubenstr. 1
Basel: Mittwoch 29. Oktober 2008, 19:00 Uhr, Hotel Merian / Café Spitz "Meriansaal"
Winterthur: Donnerstag, 30. Oktober 2008, 19:00 Uhr, Hotel Wartmann, Winterthur
Zürich: Freitag, 31. Oktober 2008 19:00 Uhr, Volkshaus Zürich , Blauer Saal
Zug: Samstag, 1. November 2008 16:00 Uhr, Theater Casino

Link zur Vortragsreise:
http://www.freidenker.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=590&Itemid=218

 

Vortrag von Dr. Mathias Jung in Mastershausen

Am Sonntag, dem 12. Oktober 08, hält der Psychologe und Philosoph Dr. Mathias Jung einen Vortrag zum Thema: "Wie redest du eigentlich mit mir? - Was unsere Art zu sprechen über uns aussagt". Mathias Jung, der als Psychotherapeut überwiegend in der Paarberatung im Dr.-Max-Otto-Bruker-Haus in Lahnstein bei Koblenz arbeitet, ist Autor mehrerer Bücher, die sich zu einem großen Teil mit Themen der Lebensberatung beschäftigen. Darüber hinaus setzt er sich mit den Philosophen des Altertums und der Neuzeit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart auseinander. Er versteht es, psychologische und philosophische Erkenntnisse miteinander zu verknüpfen und für die Lösung zwischenmenschlicher Probleme nutzbar zu machen.
Veranstaltungsort: Forum der GBS in Mastershausen, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen
Veranstaltungsbeginn: 14.30 Uhr

 

Die Giordano Bruno Stiftung trauert um ihr verstorbenes Beiratsmitglied Prof. Dr. Peter Riedesser

Peter Riedesser ist tot. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf starb am frühen Freitagmorgen (19.9.08) im Alter von 63 Jahren an den Folgen einer aggressiven Krebserkrankung. Michael Schmidt-Salomon erinnert in seinem Nachruf an einen großen Freigeist und Humanisten, der (nicht nur) der Giordano Bruno Stiftung wichtige Impulse gab:
http://hpd.de/node/5330

 

"Gegen Fremdenfeindlichkeit und reaktionäre Islamverteidigung": Aufruf und Sonderveranstaltung der "Kritischen Islamkonferenz"

Anlässlich des „Anti-Islamisierungs-Kongresses“, der vom 19. bis zum 21. September in Köln stattfinden soll, haben Vertreter der „Kritischen Islamkonferenz“ zum Widerstand „gegen die einheimischen und zugewanderten Rechtskräfte“ aufgerufen. In der von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Ralph Giordano, Hartmut Krauss (Zeitschrift Hintergrund) und Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung) unterzeichneten Erklärung heißt es, den Veranstaltern des „Anti-Islamisierungs-Kongresses“ gehe es nicht darum, „die menschenrechtswidrigen, antidemokratischen und reaktionär-patriarchalischen Grundinhalte und Praktiken des Islam anzuprangern, sondern darum, Einwanderer aus der Türkei, dem Iran und arabischen Ländern pauschal als Bedrohung zu stigmatisieren.“ Diese Anti-Islam-Propaganda diene als Mittel zur „populistischen Ausbeutung begründeter islamkritischer Stimmungen innerhalb der einheimischen Bevölkerung“. Im Verborgenen bleibe dabei die „tiefe weltanschaulich-politische Wesensverwandtschaft zwischen einheimischem Rechtskonservatismus und islamischer Orthodoxie“, die sich etwa in gemeinsamen patriarchalen Werten ausdrücke.

Ähnlich scharf wie mit „Pro Köln“ und ihren Verbündeten rechnen die Vertreter der Kritischen Islamkonferenz jedoch auch mit der Gegenseite der „vermeintlich antirassistischen Islamversteher“ ab. Die Abgesandten Erdogans, Milli Görüs und die Grauen Wölfe würden sich „ins Fäustchen lachen, wenn die deutschen Blockierer einseitig und voller Vehemenz gegen Pro-Köln und Co. demonstrieren“, aber auf Tauchstation gingen, „wenn gegen Islamisten, Ehrenmörder, Zwangsverheirater, Karikaturenschänder, muslimische Mordhetzer und Judenhasser etc. aufzumarschieren wäre“.

Gefordert sei heute eine „dritte Kraft“, die sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ebenso wehre wie gegen menschenrechtswidrige Formen religiöser Herrschaft. Ziel dieser dritten Kraft sei „eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft, in der Menschenrechtsverletzungen von keiner Seite geduldet und verharmlost werden“.

Am 12. September wollen die Unterzeichner im Rahmen einer „Sonderveranstaltung der Kritischen Islamkonferenz anlässlich des „Anti-Islamisierungs-Kongresses“ ihre Positionen zu Gehör bringen. Als Redner werden Ralph Giordano, Mina Ahadi und der Islamkritiker Hartmut Krauss auftreten. Weitere Informationen auf der Website www.kritische-islamkonferenz.de


Schmidt-Salomon zu Bischof Müller (Regensburg): "Auch Bischöfe sollten bei der Wahrheit bleiben!"

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat sich in einer Predigt mit dem "Ferkelbuch" und seinem Autor befasst – und es dabei mit der Wahrheit nicht so genau genommen. Nun müssen wohl die Gerichte klären, ob die Kirchenkanzel in Deutschland ein rechtsfreier Raum ist. Ende Mai predigte Bischof Müller über die "Wurzeln unserer Kultur" und kam dabei auch auf die "neue aggressive Gottlosigkeit" zu sprechen. Nach kurzen Bemerkungen zu Richard Dawkins wandte er sich dem religionskritischen Kinderbuch "Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel" und dessen Autor Michael Schmidt-Salomon zu. Um seine These „Wo Gott geleugnet wird, dort gibt es kein Recht für den Menschen, kein Recht auf Leben, kein Recht auf Selbstbestimmung“ zu belegen, zeichnete er den humanistischen Philosophen als geistigen Amokläufer, der Gläubige als Schweine einstuft und Kindsmord befürwortet. Da die Texte Schmidt-Salomons eine solche Interpretation nicht hergeben, erfand sich Müller seine eigene „Realität“.
Autor Schmidt-Salomon, ansonsten keiner Diskussion abgeneigt, hat sich im Fall Müller zu rechtlichen Schritten entschlossen und den Regensburger Oberhirten per Anwaltsschreiben dazu aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Gegenüber dem Humanistischen Pressedienst (hpd) begründete der Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung sein Vorgehen so: „Auch Bischöfe sollten bei der Wahrheit bleiben! Die Predigt des Regensburger Oberhirten lässt nur zwei Deutungen zu: Entweder hat Müller meine Schriften nicht gelesen, also über etwas geurteilt, was er gar nicht kennt, oder er hat vorsätzlich gelogen. Beides schickt sich nicht in einer modernen Streitkultur! Ich fürchte, dass Bischof Müller mit seinem speziellen Persönlichkeitsprofil dies nur einsieht, wenn er von Gerichten dazu genötigt wird.“
Weitere Informationen zum Fall findet man auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd.de/node/5080

 

Deschner: "Kriminalgeschichte des Christentums", Band 9

Anfang Juli erschien der 9. Band von Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums". Der Band deckt den Zeitraum von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts ab - vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung. Wie der gbs-Vorsitzende Herbert Steffen in Mastershausen erklärte, wird auch zum 9. Band des bei Rowohlt verlegten Werks eine kostenlose Begleitbroschüre herauskommen. Die von der Giordano Bruno Stiftung finanzierte und Deschners Lektor Hermann Gieselbusch herausgegebene Broschüre wird zur Zeit layoutet. Wir werden in einem der nächsten gbs-Newsletter darüber informieren, ab wann und auf welche Weise die Begleitbroschüre bezogen werden kann.

Weiterführender Link:
Rezension des 9. Bandes der Kriminalgeschichte des Christentums (hpd):
http://hpd.de/node/4904

 

Neue Beiratsmitglieder

Die Giordano Bruno Stiftung freut sich, drei neue Beiratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

Prof. Dr. Heinz Oberhummer, Kern-und Astrophysiker, der nicht nur wichtige Beiträge zur sog. "kosmologischen Feinabstimmung des Universums" geleistet hat, sondern der es auch versteht, diese Erkenntnisse für Laien verständlich (siehe etwa sein jüngst erschienenes Buch "Kann das alles Zufall sein? Geheimnisvolles Universum") und humorvoll (Oberhummer ist Mitglied der erfolgreichen Wissenschaftskabarett-Gruppe "Science Busters") "rüberzubringen";

Dr. Sabine Paul, Molekular- und Evolutionsbiologin, eine ausgewiesene Expertin für interdisziplinäre Forschung, deren besondere Stärke darin besteht, komplexe Themen wie Gentechnik, Nahrungsmittelallergien, Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom oder Evolutionäre Ernährung anschaulich und praxisnah zu vermitteln (zahleiche Veröffentlichungen und Workshops zu unterschiedlichsten Fragestellungen);

Esther Vilar, deutsch-argentinische Schriftstellerin, die sich, so Wikipedia, "immer ungerührt vom Phänomen der 'political correctness' zeigte", was nicht nur in ihrem heftig debattierten Bestseller "Der dressierte Mann", sondern auch in ihren sonstigen Büchern (u.a. "Der betörende Glanz der Dummheit") und Theaterstücken (u.a. "EiferSucht. Ein Stück für drei Schauspielerinnen, zwei Tänzer, fünf Musiker und drei Faxmaschinen") zum Ausdruck kommt.

Informationen zu den neuen (wie auch den alten) Beiratsmitgliedern finden sich in der Rubrik Gremien.

 

 

gbs-Tätigkeitsbericht 2007 und Agenda 2008/2009

Ob die Kampagne „Wir haben abgeschworen!“ des Zentralrats der Ex-Muslime, die kritische Gegenausstellung „Konstantin der Grobe“ oder die Verleihung des „Deschner-Preises“ an Richard Dawkins: Der soeben erschienene Tätigkeitsbericht der gbs enthält alle Highlights des Jahres 2007. Die 36-seitige Broschüre bietet dabei nicht nur einen komprimierten, anschaulich illustrierten Überblick über die wichtigsten Stiftungsereignisse des vergangenen Jahres, sondern auch eine Vorschau auf die Aktivitäten 2008/2009. So plant die Stiftung u.a. zahlreiche Aktivitäten zum „Darwin-Jahr 2009“ (siehe S.23 „Ich bin ein Evoluzzer!“)

Tätigkeitsbericht als pdf-Datei:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Archiv/taetigkeitsbericht08.pdf

 

Vortrag in Mastershausen von Prof. Wildor Hollmann: "Geist, Gehirn und körperliche Aktivität"

Am Sonntag, dem 6.07.08, hält der renommierte Sportmediziner und ehemalige Direktor der Deutschen Sporthochschule Köln, Prof. Wildor Hollmann, einen Vortrag zum Thema „Geist, Gehirn und körperliche Aktivität“. Prof. Hollmann, der früher als Arzt u.a. die Deutsche Fußballnationalmannschaft betreute, wird sich in seinem Vortrag u.a. mit dem Thema „Gesund alt werden“ beschäftigen.

Veranstaltungsort: Forum der GBS in Mastershausen, Johann-Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen
Veranstaltungsbeginn: 14.00 Uhr

 

"Vom Virus des Glaubens": Band 2 der gbs-Schriftenreihe erschienen

Im Oktober 2007 wurde der Deschner-Preis an den britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins verliehen. Die Reden, die im Rahmen des Festakts an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt gehalten wurden, sind nun als Band 2 der Schriftenreihe der Giordano Bruno Stiftung im Alibri Verlag erschienen. Die Broschüre mit dem Titel "Vom Virus des Glaubens" enthält Beiträge von Richard Dawkins, Karlheinz Deschner, Michael Schmidt-Salomon und Franz M. Wuketits.

Weitere Informationen zum Heft mit Bestellmöglichkeit finden Sie unter folgendem Link: http://www.denkladen.de/product_info.php/info/p1026_Deschner-Preis-2007

 

"Der neue Humanismus“: Tagung zum Welthumanistentag in Nürnberg

In Kooperation mit turmdersinne gGmbH und der Humanistischen Akademie Bayern veranstaltet die GBS vom 21. – 22. Juni die Tagung "Der neue Humanismus: Wissenschaftliches Menschenbild und säkulare Ethik". Neben Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon werden prominente Referenten wie Bernulf Kanitscheider, Eckart Voland, Franz Josef Wetz und Josef H. Reichholf an der Veranstaltung teilnehmen. Auf dem Symposium werden vor allem Erkenntnisforschritte auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie und Hirnforschung sowie deren Folgen für das Menschenbild und für die Grundfragen der Ethik beleuchtet. Veranstaltungsort: Eppeleinsaal auf der Kaiserburg Nürnberg, Spittlertorgraben 45, 90429 Nürnberg.
Melden Sie sich an und diskutieren Sie mit!

Der Link zur Veranstaltung:
http://www.welthumanistentag.de/

 

Kritische Islamkonferenz in Köln

Vom 31.05 – 01.06.08 findet die Kritische Islamkonferenz in Köln statt. Teilnehmen werden u.a. Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE), der Publizist Ralph Giordano, der Journalist Günter Wallraff und die deutsch-türkische Schriftstellerin Fatma Bläser. Diskutiert werden brisante Fragen, darunter der Zusammenhang zwischen Islam und Islamismus und die Vereinbarkeit der Grundnormen des Islam mit den Menschenrechten. Veranstalter sind der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE), die Giordano Bruno Stiftung (GBS), Redaktion Hintergrund, Aktion 3. Welt Saar, Alibri-Verlag und denkladen.de. Ort: Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität Köln, Gronewaldstr.2, Köln-Lindenthal. Beginn: Samstag, 10.00 Uhr.

Website zur Kritischen Islamkonferenz (mit Möglichkeit der Onlineanmeldung):
http://www.kritische-islamkonferenz.de/

 


Vortrag von Horst Groschopp in Trier / Gründung des HVD Rheinland-Pfalz

Bald gibt es den Humanistischen Verband Deutschland (HVD) auch in Rheinland-Pfalz. In Kooperation mit der GBS plant der HVD am Dienstag, dem 22. April, um 19.00 Uhr eine zweiteilige Veranstaltung. Zunächst wird Dr. Horst Groschopp, Präsident des HVD, einen Vortrag zum Thema „Die Humanistische Alternative: Warum wir säkulare Kindergärten, Schulen, Seniorenheime brauchen“ halten. Anschließend soll nach einer kleinen Pause gegen 20.30 Uhr der humanistische Verband Rheinland-Pfalz gegründet werden. Mit der Verbandsgründung soll ein Träger für säkulare Dienstleistungsangebote geschaffen werden, der zunächst Menschen in Trier, später auch in ganz Rheinland-Pfalz, mit bedürfnisorientierten Angeboten „von der Wiege bis zur Bahre“ versorgt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung. Ort: Kultur- und Informationszentrum Tuchfabrik Trier, Wechselstr. 4, 54290 Trier. Mitveranstalter neben HVD und GBS ist der KATZ e.V. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltung


Tagung "Neuer Atheismus und moderner Humanismus" in Berlin

Humanistische Akademie Berlin veranstaltet in Zusammenarbeit mit der GBS von Freitag, dem 25.04.08, bis Samstag, dem 26.04.08, die Konferenz "Neuer Atheismus und moderner Humanismus". Vorträge zum Thema gibt es unter anderem von Professor Dr. Frieder Wolf: "Was war der alte Atheismus?“und Dr. Michael Schmidt-Salomon: "Vom neuen Atheismus zum neuen Humanismus?“. Die weiteren Vorträge (etwa zu den Zielvorstellungen der „Brights“) werden von Redakteuren des humanistischen Pressedienstes (hpd.de) gestaltet. Tagungsleiter ist der Präsident des Humanistischen Verbandes, Dr. Horst Groschopp. Die Tagung beginnt am Freitag um 15.00 Uhr und endet am Samstag um 12.30 Uhr. Veranstaltungsort: Haus Deutscher Stiftungen / Kulturzentrum, Mauerstraße 93, Berlin.

Informationen zur Veranstaltung:
http://hpd.de/node/4034


"Osnabrücker Friedensgespräche" mit Michael Schmidt-Salomon

Am Dienstag, dem 29. April. 08, wird Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der GBS, im Rahmen der Osnabrücker Friedensgespräche über die Frage „Staat und Religion in Deutschland: Wie sollte das Verhältnis geregelt sein?“ mit Dr. Hans Langendörfer, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, und Dr. Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, diskutieren. Veranstalter sind die Stadt Osnabrücken in Kooperation mit der Universität Osnabrücken. Die Veranstaltung findet statt in der Aula der Universität, Schloss Osnabrück.
http://www.ofg.uni-osnabrueck.de/ofg_2008/gespraech_2008_2.htm

 


Ferkelbuch-Lesungen in Mühlheim und München

Am Sonntag, dem 20. April 08, gibt es die seltene Gelegenheit, Ferkel & Igel live zu erleben. Dann nämlich lesen Zeichner und Autor des „Ferkelbuchs“, Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke, aus ihrem umstrittenen Kinderbuch, das bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Lesung in Mühlheim am Main beginnt um 19 Uhr und findet in der Mühlheimer „Schanz“, Carl-Zeiss-Str. 6/10, statt. Im Anschluss an die Lesung gibt es eine Diskussion, an der auch Kirchenvertreter teilnehmen. Eintritt 5,00 Euro.

Veranstaltungshinweis und Online-Verkauf hier:
http://www.schanz-online.de/programm.php?event_id=1203866588

Eine zweite Lesung mit Michael Schmidt-Salomon gibt es am Dienstag, dem 06. Mai 08, im Oberangertheater (Studio im Untergeschoss), Oberanger 38, München. Die Lesung mit anschließender Diskussion beginnt um 19.30 Uhr. Veranstalter ist der bfg München (weitere Informationen über www.bfg-muenchen.de)
Eintritt: 5,00 Euro

 


Neuerscheinung: Kolleg Praktische Philosophie (Reclam)

In der gelben Reihe des Reclam-Verlags ist soeben der erste Band des „Kolleg Praktische Philosophie (Ethik zwischen Kultur- und Naturwissenschaft)“ erschienen. Die Mehrzahl der Beiträge dieses Bandes wurde von GBS-Autoren verfasst: Bernulf Kanitscheider schrieb über "Hedonismus", Michael Schmidt-Salomon und Eckart Voland argumentierten für eine "Entzauberung des Bösen", Gerhard Vollmer skizzierte die Grundpfeiler einer "Evolutionären Ethik" und Franz-Josef Wetz setzte sich mit der "Naturalisierung der Kultur" auseinander.
Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich u.a. bei unserem Kooperationspartner denkladen.de:
http://www.denkladen.de/product_info.php/info/p1009

Weitere Informationen:
http://www.reclam.de/detail/978-3-15-018550-6

 

Solo für den Teufel: Veranstaltung in Mastershausen

Am So., dem 30.03.08, 14.00 Uhr, wird am GBS-Stiftungssitz Mastershausen das Ein-Frau-Theaterstück „Solo für den Teufel“ von Kurt Raster aufgeführt. Im Anschluss an die Aufführung besteht die Möglichkeit, mit dem Autor des Stücks und Schauspielerin Martina Reitz zu diskutieren. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Weitere Informationen:
http://hpd.de/termine/kalender/detail.php?id=732

 


Zwei neue Beiratsmitglieder

Die Giordano Bruno Stiftung freut sich, zwei neue Beiratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

- Prof. Dr. Rolf Oerter, einer der renommiertesten deutschen Psychologen, u.a. Verfasser der Grundlagenwerke „Entwicklungspsychologie“ und „Psychologie des Spiels“, der die Entwicklungspsychologie in Deutschland wesentlich mitbestimmt und strukturiert hat.

- Prof. Dr. Beda M. Stadler, Institutsdirektor und Professor für Immunologie an der Uni Bern, neben seiner wissenschaftlichen Arbeit bekannt durch seine regelmäßig erscheinende, mit spitzer Feder geschriebene Kolumne in der „Neuen Züricher Zeitung“, in der er sich mit Vorliebe auch religionskritischen Themen widmet.

Weitere Informationen zu den neuen Stiftungsbeiräten finden Sie auf dieser Website in der Rubrik Stiftung/Gremien

 

 

Veranstaltungstipps

Sa, 15.3.07, HR2-Kulturradio: "Streit um Gott - Oder: Die Wiederkehr des Religiösen?" Verschiedene Sendungen zum Verhältnis von Religion und Wissenschaft, Glauben und Nichtglauben u.a. mit Wolf Singer, Herbert Schnädelbach, Michael Schmidt-Salomon und Wolfgang Huber.
http://www.hr-online.de/

Di., 11.03.08, 10-16.00 Uhr, Frankfurt: Fortbildungsseminar "Die Schule im Kampf der Kulturen - Ist ein weltanschaulich neutraler Unterricht möglich?" mit Dr. Michael Schmidt-Salomon (GBS), LEA gemeinnützige Bildungsgesellschaft der GEW Hessen, Anmeldung über www.lea-bildung.de

Di, 11.03.08, 19.30 Uhr, Darmstadt: "Glaubst du noch oder denkst du schon? Das Problem der halbierten Aufklärung." Vortrag von Michael Schmidt-Salomon. Veranstaltungsort: Haus Geistesfreiheit, Herdweg 31, 64285 Darmstadt.

 

Das kleine Ferkel ist gerettet!

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat den Indizierungsantrag des Bundesfamilienministeriums abgelehnt. Ab Mitte/Ende März wird "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" wieder ausgeliefert. Alle Informationen zum Buch (incl. der 68seitigen Verteidigungsschrift) findet man unter www.ferkelbuch.de

 

Buch der Woche Mina Ahadi / Sina Vogt: Ich habe abgeschworen

Vor wenigen Tagen wurde das Buch von Mina Ahadi und Sina Vogt: "Ich habe abgeschworen. Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe" in Berlin offiziell vorgestellt. Das Buch ist ebenso Streitschrift wie Autobiographie. Es schildert die bewegende Lebensgeschichte einer Frau, die früh in Konflikt mit dem iranischen Mullahregime geriet und nach der Hinrichtung ihres erstens Manns zehn Jahre als Partisanin im kurdischen Grenzgebiet zwischen Iran und Irak überlebte. 1990 floh Mina Ahadi nach Österreich und zog 1996 nach Deutschland. Ihren Kampf für die Frauen- und Menschenrechte führte sie auch in Europa fort, wo sie 2001 das „Komitee gegen Steinigung“ und 2007 den „Zentralrat der Ex-Muslime“ mitbegründete.
Das Buch von Mina Ahadi, in der auch das Engagement der Giordano Bruno Stiftung Erwähnung findet, ist seit Ende Februar im Buchhandel erhältlich und kann auch über unseren Kooperationspartner www.denkladen.de bezogen werden.

Direkter Link zum Buch:
http://www.denkladen.de/product_info.php/info/p993

 

Giordano Bruno Denkmal in Berlin: Virtuelles Denkmal im Internet unter www.bruno-denkmal.de

Am Sonntag, dem 2. März 2008, wird am Potsdamer Platz in Berlin (vor dem Sony Center) die sechs Meter hohe Skulptur "Giordano Bruno" von Alexander Polzin enthüllt. Die Aufstellung der Skulptur geschieht im Rahmen eines Festakts unter Schirmherrschaft der ungarischen und italienischen Botschaft. Informationen zum Denkmal, zu Bruno sowie zu den begleitenden Veranstaltungen in Berlin gibt es auf der Website www.bruno-denkmal.de, die die Giordano Bruno Stiftung kurz vor der Enthüllung der Skulptur freigeschaltet hat.

Das virtuelle Bruno-Denkmal im Internet:
http://www.bruno-denkmal.de/

 

 

"Weltanschauliche Schieflage": Verteidigungsschrift im Internet veröffentlicht

Eine Woche vor der mündlichen Verhandlung über den Indizierungsantrag des Bundesfamilienministeriums vor der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien haben der Verlag und die Autoren des religionskritischen Kinder- und Erwachsenenbuchs „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" eine umfangreiche Verteidigungsschrift zur „Rettung des kleinen Ferkels" veröffentlicht. Das 68-seitige Dokument, das der Bundesprüfstelle bereits zugegangen ist, belegt „mit wissenschaftlicher Gründlichkeit", so der Autor Michael Schmidt-Salomon, „dass sämtliche gegen uns erhobenen Vorwürfe haltlos sind". Zudem bringe es eine „bedenkliche weltanschauliche Schieflage in Politik und Medien" zum Vorschein.

Links:
Verteidigungsschrift als PDF-Dokument:
http://www.ferkelbuch.de/Verteidigung.pdf

hpd-Meldung: Weltanschauliche Schieflage in Politik und Medien:
http://hpd-online.de/node/3961

 

 

Giordano-Bruno-Tage in Berlin: Bruno-Denkmal am Potsdamer Platz, Podiumsdiskussion an der HU, Int. Kolloquium am MPI!

Ein denkwürdiger Akt auf geschichtsträchtigem Boden: Am Sonntag, dem 2. März 2008, um 17 Uhr wird am Potsdamer Platz (Bahnhof Potsdamer Platz, Eingang am BahnTower, in direkter Nähe des "Sony Centers") das Denkmal "Giordano Bruno" des Berliner Künstlers Alexander Polzin durch Dr. André Zeug (Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn Station&Service AG) enthüllt. Ansprachen halten der Schriftsteller Durs Grünbein, Dr. Ernst Salcher (Vorstandsmitglied der Giordano Bruno Stiftung) und der Botschafter der Italienischen Republik in Deutschland Antonio Puri Purini, der neben dem Botschafter der Republik Ungarn die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat. Die sechs Meter hohe Bronze-Skulptur, die an den am 17. Februar 1600 in Rom als Ketzer verbrannten Philosophen erinnert und die, so GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon, "über das Einzelschicksal Brunos hinaus auch ganz allgemein als 'Mahnmal für die Opfer religiöser Gewalt' begriffen werden kann", wurde von folgenden Institutionen und Personen gestiftet: Giordano Bruno Stiftung, Uni Credit Italia , Humanismus-Stiftung Berlin, Ernst Salcher, Wera u. Norbert Noetzel. Die deutsche Bahn AG stellte freundlicher Weise den Platz für die Aufstellung des Bruno-Denkmals zur Verfügung. Die Giordano Bruno Stiftung dankt allen, die zur Realisierung des Denkmals beigetragen haben, insbesondere dem Künstler Alexander Polzin, der das Projekt mit unermüdlichem Einsatz vorangetrieben hat.

Anlässlich der Denkmalsenthüllung wird am Montag, dem 3. März 2008, eine Lesung und Podiumsdiskussion unter dem Titel "Von Nola nach Berlin. Was sagt uns Giordano Bruno heute?" im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfinden (Beginn: 19:30 Uhr). Nach einer kurzen Einführung durch Jürgen Renn (Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin), wird der Schauspieler Ulrich Matthes (Deutsches Theater, Berlin, dem breiten Publikum bekannt u.a. durch seine Darstellung des Joseph Goebbels in dem Film "Der Untergang") Texte von Giordano Bruno lesen. Im Anschluss moderiert Christoph Markschies (Präsident der Humboldt-Universität) eine Podiumsdiskussion über das Verhältnis von Wissenschaft, Gesellschaft und Religion. Teilnehmer des Podiums sind der Wissenschaftshistoriker und Wissenschaftsphilosoph Yehuda Elkana (Rektor und Präsident der Central European University, Budapest), der Philosoph Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung), der Giordano-Bruno-Spezialist Paul Richard Blum (Loyola College, Baltimore) und der Islamwissenschaftler Reinhard Schulze (Universität Bern).

Darüber hinaus veranstalten das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und die Central European University am 3. und 4. März 2008 das wissenschaftliche Kolloquium "Turning Traditions Upside Down. Rethinking Giordano Bruno's Enlightenment" am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, das die bedeutendsten Bruno-Forscher aus aller Welt zusammenführt, um eine Bestandsaufnahme unseres heutigen Wissens über Giordano Bruno vorzunehmen.

Weitere Informationen:

PDF-Dokument: Giordano Bruno in Berlin - Skulptur, Podium, Kolloquium
PDF-Dokument zum Kolloquium: "Turning Traditions Upside Down. Rethinking Giordano Bruno's Enlightenment"

 

 

Buchpremiere in Berlin: "Ich habe abgeschworen" von Mina Ahadi und Sina Vogt

Am Mittwoch, dem 27. Februar 2008, findet im Lichtburg Forum (Behmstr. 13, 13357 Berlin) die offizielle Vorstellung der politischen Autobiographie von Mina Ahadi "Ich habe abgeschworen. Warum ich für die Freiheit und gegen den Islam kämpfe" statt. Das 272 Seiten starke Buch, das am gleichen Tag im Heyne Verlag erscheint, schildert die bewegende Lebensgeschichte einer Frau, die früh in Konflikt mit dem iranischen Mullahregime geriet und nach der Hinrichtung ihres erstens Manns zehn Jahre als Partisanin im kurdischen Grenzgebiet zwischen Iran und Irak überlebte. 1990 floh Mina Ahadi nach Österreich und zog 1996 nach Deutschland. Ihren Kampf für die Frauen- und Menschenrechte führte sie auch in Europa fort, wo sie 2001 das „Komitee gegen Steinigung“ und 2007 den „Zentralrat der Ex-Muslime“ mitbegründete.

In ihrem Buch erklärt die Vorsitzende des ZdE, warum der Islamismus in Deutschland eine große Gefahr darstellt und warum unbedingt verhindert werden muss, dass aus falsch verstandener religiöser Toleranz die Gesetze der Scharia in Deutschland geduldet werden.

An der Buchpräsentation im Lichtburg Forum sind neben Mina Ahadi die Autorin Sina Vogt, die das Buch gemeinsam mit Ahadi verfasste, sowie der Philosoph Michael Schmidt-Salomon beteiligt, der als Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung die Kampagne "Wir haben abgeschworen!" des Zentralrats der Ex-Muslime geleitet hat.

Die Veranstaltung im Lichtburg Forum beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5,-€, ermäßigt 3,50,- €. Karten können im Vorverkauf in der Thalia-Buchhandlung im Gesundbrunnen-Center (Badstr. 4 13357 Berlin, Tel. 49 30 68-0) erworben werden. Vertreter der Medien wenden sich bitte an Ute Bierwisch (Presseabteilung des Heyne Verlags, Tel: +49/(0)89 4136-3134).

Hier können Sie den Flyer zur Veranstaltung herunterladen:
PDF-Dokument: Einladung zur Buchpräsentation im Lichtburg Forum

 

 

"Herr Schmidt-Salomon, sind Sie ein Religionshasser?" Drei Fragen an den Vorstandssprecher der GBS

Nachdem er in den Medien im Hinblick auf die Veröffentlichung des Buchs "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" als "Religionshasser" bezeichnet worden war, erklärt GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salmon , dass er kein "militanter Atheist" ist, dass die Religionen "kulturelle Schatzkammern der Menschheit" sind und dass das Ferkelbuch keineswegs als "Hassbuch" aufgefasst werden sollte.
http://www.schmidt-salomon.de/religionshasser.htm

Ebenfalls sehr empfehlenswert: Helge Nynckes ausführliche Widerlegung des Vorwurfs, die Illustrationen des Ferkelbuchs bedienten sich "antisemitischer Stereotype". In der Tat handelt es sich bei diesem Vorwurf nicht nur um einen durch keinerlei Fakten belegten Versuch der Rufschädigung, sondern auch um eine schlimme Verharmlosung der antisemitischen Hetzpropaganda der Nationalsozialisten.
http://hpd-online.de/node/3789

Wer wissen will, wie ultraorthodoxe Juden auch heute noch aussehen und was sie – völlig konträr zu säkularen Juden – denken, dem empfehlen wir beispielsweise den Besuch der Website “Neturei Karta: Anti-Zionist Orthodox Jews worldwide”:
http://www.nkusa.org/

 

Giordano Bruno Stiftung wehrt sich gegen Diffamierung in der FAZ

Die Debatte um das satirische Kinder- und Erwachsenenbuch von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke "Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel" nimmt immer größere Ausmaße an. Dass in der Kampagne gegen das Buch alle Mittel genutzt werden würden, war den Autoren von Anfang an klar, wie Michael Schmidt-Salomon in einem Interview mit dem Humanistischen Pressedienst (hpd) darlegte. Mittlerweile aber richten sich die Angriffe nicht mehr allein gegen das Kinderbuch. Vielmehr versuchen Journalisten, über das "kleine Ferkel" die Giordano Bruno Stiftung zu treffen. Einen traurigen Höhepunkt stellte in dieser Hinsicht ein Artikel der FAZ dar, in dem es u.a. hieß: "Der Autor [gemeint ist Michael Schmidt-Salomon] ist ein rühriger Mann. Er ist Sprecher der Giordano Bruno Stiftung, die hierzulande das Programm des neuen internationalen Atheismus vertritt, dem sie den wohlklingenderen Namen "evolutionärer Humanismus" verliehen hat. Der Tom Cruise dieser Sekte [sic!] ist der bedeutende Hirnforscher Wolf Singer - leider."

Herbert Steffen, der 1. Vorsitzende der Giordano Bruno Stiftung, erklärt dazu: "Es ist eigentlich schon schlimm genug, dass Journalisten nicht das intellektuelle Potential besitzen, eine kleine Fabel zu verstehen. Doch darüber könnte man ja noch humorvoll hinwegsehen. Die Verunglimpfung einer Stiftung, die sich dezidiert in der Tradition von Humanismus und Aufklärung versteht, als "Sekte", geht aber eindeutig zu weit! Das werden wir nicht hinnehmen!"

Als ersten Schritt hat der Vorsitzende der GBS einen Leserbrief verfasst. Darüber hinaus erwägt die Stiftung auch "rechtliche Schritte gegen die FAZ wegen Diffamierung der Stiftung und eines ihrer Beiräte".

Onlineversion des Leserbriefs von Herbert Steffen:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/Aktuell/fazbrief208.pdf

"Wir haben eine solche Kampagne erwartet!" - Interview mit Michael Schmidt-Salomon auf hpd-online:
http://hpd-online.de/node/3741


"Rettet das kleine Ferkel!" - Giordano Bruno Stiftung und Alibri Verlag starten Kampagne

Aschaffenburg. Ein Tag nach der Veröffentlichung des Indizierungsantrags des Bundesfamilienministeriums gegen das religionskritische Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" haben die Giordano Bruno Stiftung und der Alibri Verlag eine "Kampagne zur Rettung des kleinen Ferkels" gestartet. Auf der eigens dafür eingerichteten Website www.ferkelbuch.de findet man nicht nur viele Informationen über das heiter-satirische Kinder- und Erwachsenenbuch von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke, sondern auch eine Petition, die jeder, der mit den Zensurplänen des Familienministeriums nicht einverstanden ist, unterschreiben kann.

Hintergrund: Im Oktober 2007 kam das satirische Kinder- und Erwachsenenbuch „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" von GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke auf den Markt und fand sehr bald eine große Fangemeinde. Auch Pädagogen und Psychologen waren von der frechen, kleinen Geschichte („Dawkins for Kids") angetan. So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll". Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird die mündliche Verhandlung Anfang März stattfinden. Der Verlag und die Autoren wehren sich entschieden gegen die Vorwürfe des Ministeriums und sprechen von politischer Zensur: Der Indizierungsantrag sei ein durchsichtiger Versuch, Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen. Folgt auf den Karikaturenstreit nun ein Kinderbuchstreit?

Links:

Erste Meldung des Humanistischen Pressedienstes (hpd) (29.1.08), Großer Ärger um ein kleines Ferkel:
http://hpd-online.de/node/3715

Meldung im Onlineportal der Zeit (29.1.08), Zensur: Ministerium will Kinderbuch verbieten:
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/29/2465799.xml?from=rss

hpd-Meldung zum Start der Kampagne "Rettet das kleine Ferkel!" (30.1.08):
http://hpd-online.de/node/3718

Kampagnen-Website "Rettet das kleine Ferkel!":
http://www.ferkelbuch.de

 


" Und wer entschuldigt sich für Euren Sinn für Humor?" - GBS-Art-Collection
(2)

Die zweite Serie der "GBS-Art-Collection" ist erschienen: 9 Postkarten mit Motiven von Janosch, Ralf König, Rolf Heinrich und Jacques Tilly. Darunter u.a. das Bild, das Edmund Stoiber dazu veranlasste, Janosch als "falschen Propheten" zu bezeichnen, sowie eine der Karikaturen, für die Ralf König mit dem Max-und-Moritz-Preis („Spezialpreis der Jury“) ausgezeichnet wurde. Die Künstler verzichten auf ihre Honorare. 30 Prozent des Verkaufspreises kommen der Arbeit der Giordano Bruno Stiftung zugute.
Einen Überblick über die heiter-aufklärerische Serie gibt die Galerie der religionsfreien Zone. Ab sofort können die Postkarten auch unter www.denkladen.de bestellt werden.

 

Klage gegen Konkordatslehrstühle

Zu den ebenso anachronistischen wie anstößigen Privilegien der katholischen Kirche gehören die sog. Konkordatslehrstühle an erziehungswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultäten. Sie können nur mit der Zustimmung eines katholischen Bischofs besetzt werden. An sieben bayerischen Universitäten sind das je ein Lehrstuhl in Philosophie, Pädagogik und Soziolo¬gie/Politologie. Faktisch sind diese 21 Stellen damit für katholische Bewerber reserviert. Diese Bevorzugung von Personen aufgrund ihres religiösen Bekenntnisses bei der Besetzung öffentlicher Ämter stellt einen klaren Verstoß gegen das Grundgesetz (Art. 33) und auch gegen das Antidiskriminierungsrecht der Europäischen Union dar.
Von allein wird sich aber ein solcher verfassungswidriger Zustand nicht ändern. Deshalb haben sich einige Personen aus dem Fachgebiet Philosophie dazu entschlossen , gegen die Ausschreibung eines Konkordatslehrstuhls für praktische (also Moral-)Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg auf dem Klageweg vorzugehen. Zu den Klägern gehören neben Alexander von Pechmann, Privatdozent der Philosophie in München, auch Michael Schmidt-Salomon, der Pressesprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, sowie noch vier weitere Personen.
Prozesse kosten allerdings Geld. Von den Klägern, die zum Teil nicht einmal eine feste Stelle haben, können die Prozesskosten nicht getragen werden. Ein Teil dieser Kosten ist durch eine Rechtsschutzzusage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gedeckt. Die Giordano-Bruno-Stiftung wird diesen Rechtsstreit im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen, kann aber neben den laufenden Projekten die fehlenden Kosten nicht schultern.
Da dieser Prozess der erste Rechtsstreit ist, den Personen, die in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind, gegen die Ausschreibung eines Konkordatslehrstuhls führen werden, sollte die sich damit bietende Chance nicht am fehlenden Geld scheitern. Der Vorstand der Stiftung bittet daher alle Förderer und Freunde der Giordano-Bruno-Stiftung, auf das Spendenkonto Nr. 25 95 700 00 bei der Commerzbank Frankfurt-Höchst (BLZ 500 400 00) unter dem Stichwort „Klage Konkordatslehrstuhl“ Gelder für diesen Prozess zu spenden. (Spenden an die GBS können natürlich von der Steuer abgesetzt werden. Für Spenden über 100 Euro stellt die Stiftung eine Spendenquittung aus). Über den weiteren Fortgang in dieser Angelegenheit werden wir im GBS-Newsletter berichten.

 

Vier neue Beiratsmitglieder

Die Giordano Bruno Stiftung freut sich, vier neue Beiratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedrich Ebert Stiftung und Bundesvorsitzende von pro familia, die sich neben sexualpolitischen Fragestellungen vor allem auch mit dem Themenkomplex "Humanisierung des Arbeitslebens" beschäftigt hat

Dr. Colin Goldner, Psychologe und Okkultismusexperte, bekannter Sachbuchautor und Leiter des Forums Kritische Psychologie e.V. , einer gemeinnützigen Informations- und Beratungsstelle für Therapie- und Psychokultgeschädigte

Udo Pollmer, Lebensmittelchemiker und Wissenschaftsjournalist, vielen bekannt durch seine erfolgreichen Buchveröffentlichungen (u.a. "Lexikon der Ernährungsirrtümer") sowie seine wöchentlichen Beiträge im Deutschlandradio

Prof. Dr. Franz Josef Wetz, Philosoph und Autor, der in seinen zahlreichen Veröffentlichungen vor allem der Frage nachgeht, welche Konsequenzen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften für das menschliche Selbst- und Weltverständnis haben

Weitere Informationen zu den neuen Stiftungsbeiräten finden Sie auf der Unterseite "Gremien der Giordano Bruno Stiftung"

 

Aktuelle Termine

5.2.08, Hamburg: Deutschlandpremiere des Films "Handful of Ash" von Nabaz Ahmed über weibliche Genitalverstümmelung in Kurdistan/Irak, mit anschließender Diskussion. Veranstalter: WADI e.V., Taskforce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung in Kooperation mit pro familia und der Giordano Bruno Stiftung. Ort: Metropolis-Kino Hamburg, Dammtorstraße 30a, Beginn 19:00 Uhr (siehe auch die virtuelle Pressemappe zur Veranstaltung)

1.2.08, Mainz: Vortrag von Michael Schmidt-Salomon: "Glaubst du noch oder denkst du schon? Das Problem der halbierten Aufklärung." Gutenberg-Universität Mainz, Fakultätssaal des Philosophicums, Jakob-Welder-Weg 18, Beginn: 16.00 Uhr. (Veranstaltungsplakat als jpg)

 

GBS-Buchtipp des Monats

Gerhard Czermak / Eric Hilgendorf: Religions- und Weltanschauungsrecht. Eine Einführung. Springer, 2008. 327 Seiten, kartoniert, Euro 24,95. - Eine gelungene Kooperation zweier GBS-Beiräte: Das hauptsächlich von Gerhard Czermak verfasste Werk gibt einen - auch für Nicht-Juristen gut nachvollziehbaren! - Überblick über das Religions- und Weltanschauungsrecht (u.a. über die Themenkomplexe "Schule und Religion" oder "kirchliches Arbeitsrecht"). Das Buch kann u.a. bei unserem Kooperationspartner www.denkladen.de bestellt werden.

 

Termine

24.1.08 Bingen: "Humanismus und Aufklärung als Grundlagen unserer Werteordnung", Vortrag von Michael Schmidt-Salomon,
Volkshochschule Bingen (Reihe: Werte - Die Grundlagen unserer Werteordnung), Beginn: 19.00 Uhr

20.1.08, 08:30 - 09:15 Uhr, SWR-Fernsehen, Tele-Akademie: Prof. Dr. Axel Meyer (GBS-Beirat, Universität Konstanz): Vom Zufall und der Notwendigkeit in der Evolution.

16.1.08 Köln: Vortrag von Volker Sommer (GBS-Beirat, Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London): "Kultur in der Natur. Wenn Tiere wie Menschen sind", im Rahmen der Reihe "Philosophie Kontrovers: Die Natur des Menschen", Hauptgebäude der Universität Köln, Albertus Magnus Platz, Hörsaal VIII, Beginn 19.30 Uhr

15.1.08 Vortrag von Franz M. Wuketits: "Die Natur des Bösen - Evolutionäre Ethik und die Illusionen der Moral"
Aula der Universität Göttingen. Beginn: 18.00 Uhr.

15.1.08 Frankfurt/Main: Podiumsdiskussion: "Kreuzzug der neuen Atheisten? Eine Herausforderung für die christlichen Kirchen." Podiumsteilnehmer: Prof. Dr. Peter Scherle, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Prof. Dr. Joachim Valentin, Moderation, Dr. Lothar Bauerochse (Hessischer Rundfunk), Evangelische Stadtakademie, Römerberg 9, Beginn: 19.30 Uhr

10.1.08 Esch/Alzette (Luxemburg): Vortrag von Michael Schmidt-Salomon: Leitkultur Humanismus und Aufklärung - oder: Wie christlich sind unsere Werte? Großer Gemeindesaal, Rathaus, Beginn: 19.00 Uhr. Veranstalter: FGIL

 

Rückblick auf das Jahr 2007

Das Jahr 2007 war für die Giordano Bruno Stiftung überaus erfolgreich. Die Stiftung konnte sich in zahlreiche gesellschaftliche Debatten einschalten und die Zahl der Fördermitglieder und Newsletter-Abonennten mehr als verdoppeln (Ende 2006 hatte die GBS 330 Fördermitglieder, Ende 2007 waren es 880, die Zahl der Newsletter-Abonennten stieg im gleichen Zeitraum von 2000 auf über 4200). Einen Überblick über die markantesten Ereignisse 2007 vermittelt die aktualisierte Chronologie der Stiftung.

Einen Rückblick ganz anderer Art liefert Ralf König mit seinem Comic "Entartet", den wir auf www.religionsfreie-zone.de präsentieren. GBS-Beirat König ehrt dort den "Kölschen Katholiken 2007", einen Mann, der die Öffentlichkeit mit scharfsinnigen kunstästhetischen Betrachtungen erfreute und bei dem man keinesfalls (!) an einen "Hassprediger" denken sollte...

Fernseh- und Hörfunktermine

Do, 13.12.07, 21.00 Uhr, 3sat-Fernsehen, Magazin "Delta": Gott und das Spaghetti-Monster - Breitet sich ein "neuer Atheismus" in unserer Gesellschaft aus? Gäste: Bernulf Kanitscheider (Giordano Bruno Stiftung, Universität Gießen), Willigis Jäger (Benediktushof - Zentrum für spirituelle Wege), Hans-Dieter Mutschler (Hochschule Ignatianum/Krakau)
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/116064/index.html

Sa, 15.12.07, 16.30 Uhr, HR3-Fernsehen, Magazin "Horizonte": Totgesagte leben länger - Von der Wiederkehr der Religionen. U.a. mit einem Beitrag über das "Manifest des evolutionären Humanismus" (Hausbesuch beim Autor).

So. 16.12.07, 9.15 Uhr, 3Sat-Fernsehen, Sternstunde Philosophie mit Michael Schmidt-Salomon (Wiederholung vom 8.4.07)

Mi, 19.12.07, 23.00 Uhr: Österreichisches Fernsehen, ORF 2, Open-end-Talkshow "Club 2" (live aus Wien) zum Themenfeld "Religion/ neuer Atheismus" Moderation: Michael Köhlmeier, Gast u.a. Michael Schmidt-Salomon (GBS)

Fr. 21.12.07, 22.00 Uhr, SWR3-Fernsehen, Talkrunde "Nachtcafe": Weihnachten abschaffen? Gast u.a. Carsten Frerk (Giordano Bruno Stiftung)

Do. 27.12.07, 17.05 Uhr, SWR2-Radio, Sendung "Forum": Gott boomt – Warum die Glaubensfrage die Gemüter so erregt. Gäste: Friedrich Wilhelm Graf (Lehrstuhl für Theologie und Ethik, Universität München), Hans-Joachim Simm (Leiter des Verlags der Weltreligionen), Michael Schmidt-Salomon (Giordano Bruno Stiftung)



Neues internes Forum der GBS

Als Reaktion auf die Umfrage unter den GBS-Fördermitgliedern hat die Stiftung ein neues internes Forum eingerichtet, dass die Kommunikation zwischen den Vorstands-, Beirats- und Fördermitgliedern der Stiftung erleichtern soll. Parallel dazu wurden die alten Stiftungsforen im "Freigeisterhaus" aufgelöst. Zugang zum neuen Forum haben ausschließlich Mitglieder der Stiftung. Das Forum soll als Plattform für die Entwicklung neuer Projekte dienen und die Einrichtung spezieller Arbeitskreise (etwa AK Evolution) oder lokaler Gruppen der GBS befördern.

Informationen zur Anmeldung im neuen Forum (Zugang nur für Förder- oder Beiratsmitglieder!):
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/FKGBS/internkomm.html

Informationen über die GBS-Fördermitgliedschaft:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/FKGBS/fkgbs.html



Signierte Ferkelbücher / Rubrik "GBS-AUTOREN" im Denkladen

Unser Kooperationspartner www.denkladen.de bietet zum Jahresende einige wenige handsignierte Ausgaben (incl. Ferkelzeichnung von Helge Nyncke) des Buchs "Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel" an. Im Denkladen gibt es zudem eine eigene Rubrik mit Büchern der Mitglieder der Giordano Bruno Stiftung. Wer noch nach geeigneten Geschenken sucht, wird dort vielleicht fündig…

Link zum handsignierten Ferkel:
http://www.denkladen.de/product_info.php/info/p959
(Die Kategorie "Autoren der Giordano Bruno Stiftung" finden Sie in der Menüleiste links, unter dem Suchfeld)

 

GBS-Veranstaltung mit Mina Ahadi, Ralph Giordano und Günter Wallraff in Köln

Am Samstag, dem 1. Dezember, veranstaltet die Giordano Bruno Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Thema "Aufklären statt verschleiern! – Islam in Deutschland" in der Aula der Universität Köln (Hauptgebäude am Albertus-Magnus-Platz). Gäste auf dem Podium sind Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, sowie die Schriftsteller Ralph Giordano und Günter Wallraff, die in den letzten Monaten mit islamkritischen Äußerungen und Aktionen für Schlagzeilen gesorgt haben. Die Diskussion wird vom Vorstandssprecher der GBS, Michael Schmidt-Salomon, moderiert werden und um 18.00 Uhr beginnen. Weitere Informationen: www.kritische-islamkonferenz.de/

 



GBS-Beiräte diese Woche im Hörfunkprogramm von WDR3

In der Sendung TagesZeichen von WDR3 (19.45 - 20.00 Uhr) kommen in dieser Woche von Montag, dem 19., bis Freitag, dem 23. November, unter dem Motto "Frei vom Glauben" fünf religionskritisch denkende Intellektuelle zu Wort. Das Besondere: Alle fünf sind Mitglieder der Giordano Bruno Stiftung: Prof. Dr. Günter Kehrer, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Prof. Dr. Peter Riedesser, Prof. Dr. Thomas Metzinger und Prof. Dr. Thomas Junker. Wer WDR3 nicht empfangen kann, kann den Audiostream nachträglich im Internet herunterladen.

Link:
http://www.wdr.de/radio/wdr3/sendung_archiv.phtml?sendung=TagesZeichen



FAQ zum Kinderbuch ""Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel"

Seit seinem Erscheinen vor eineinhalb Monaten sind schon über 3000 Exemplare des religionskritischen Kinderbuchs "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" verkauft worden. Seither wird GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der den Text zu dem von Helge Nyncke illustrierten Buch schrieb, mit vielen zusätzlichen Emails überhäuft. Da er auf all die Anfragen nicht mehr persönlich antworten kann, hat Schmidt-Salomon nun auf seiner Website ein FAQ eingerichtet, in dem er zumindest auf einige zentrale, häufig wiederkehrende Fragen zum Buch eingeht.

Link:
http://www.schmidt-salomon.de/ferkelfaq.htm



Ergebnisse der Befragung der GBS-Fördermitglieder

Die Ergebnisse der von Juli bis September 2007 durchgeführten Befragung der GBS-Fördermitglieder liegen vor. Sie zeigen u.a., dass sich viele Fördermitglieder gerne stärker in der Stiftungsarbeit einbringen würden und dass insgesamt ein großes Interesse an regionalen GBS-Kontakten bzw. -Stützpunkten besteht. Die Stiftung wird versuchen, entsprechende Strukturen in den nächsten Monaten aufzubauen. Auf Wunsch vieler Stiftungsmitglieder werden wir in Bälde zudem ein eigenes internes Internet-Forum (außerhalb des "Freigeisterhauses") aufbauen sowie Mailinglisten zu speziellen Fragestellungen einrichten, in die sich Stiftungsmitglieder eintragen können. Informationen hierzu folgen in Bälde.

Einen Überblick über die quantisierbaren Ergebnisse der Befragung findet man hier:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/FKGBS/umfrageerg1.pdf



Film-Trailer: Eine kurze Geschichte der GBS

Ricarda Hinz hat für das Programm des Festakts zur Verleihung des Deschner-Preises an Richard Dawkins einen kleinen Filmtrailer produziert, der die noch junge Geschichte der Giordano Bruno Stiftung zusammenfasst. Auf vielfachen Wunsch veröffentlichen wir den Film nun auch auf der Startseite von www.giordano-bruno-stiftung.de (der Link befindet sich direkt unter dem "Leitkultur Humanismus und Aufklärung-Autobahnschild"). Sofern Sie das entsprechende Plug-In auf Ihrem Rechner installiert haben, sollten sie den Film sehen und auch die zugrundeliegende Musik hören können (Achtung: Lautsprecher einschalten!). Mit der rechten Maustaste können Sie den Film alternativ auch direkt herunterladen, allerdings ist die wmv-Datei trotz starker Komprimierung (die sich leider auch negativ auf die Bildqualität auswirkt) immer noch über 17 MB groß.

 

Dokumentation des Festakts zur Verleihung des Deschner-Preises an Richard Dawkins

Der Festakt zur Verleihung des Deschner-Preises wird in verschiedener Form dokumentiert werden. In Printform werden die Reden in der "Schriftenreihe der Giordano Bruno Stiftung" (Alibri Verlag) erscheinen. Eine professionelle Filmdokumentation ist derzeit ebenfalls in Arbeit und soll vor allem über unseren Kooperationspartner denkladen verbreitet werden. Wie lange die Produktion der Materialien braucht, steht noch nicht fest. Weitere Informationen werden wir beizeiten im Newsletter der GBS bekanntgeben bzw. auf der Website www.deschner-preis.de publizieren, auf der momentan schon ein einminütiger Film zu sehen ist, der einen kleinen Eindruck davon vermittelt, was am 12.10. in der Aula der Frankfurter Universität geschah.

Link:
http://www.deschner-preis.de/

 

Mina Ahadi (ZdE) ist Säkularistin des Jahres!

Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, ist Preisträgerin des mit £5.000 dotierten "Irwin Prize for Secularist of the Year". Dabei setzte sie sich u.a. gegen die Mitbewerber Sam Harris und Michel Onfray durch. Die Auszeichnung „Secularist of the Year" wird von der britischen National Secular Society jährlich an Personen oder Organisationen verliehen, die nach Ansicht der Gesellschaft Herausragendes für die Sache des Säkularismus beigetragen haben.
Der Vorstand der Giordano Bruno Stiftung, die die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime maßgeblich unterstützt hatte, beglückwünschte Mina Ahadi zu diesem „sensationellen Erfolg": „Niemand hat diesen Preis mehr verdient als Mina Ahadi! Es verlangt sehr viel Mut, sich in aller Öffentlichkeit dazu zu bekennen, Ex-Muslimin zu sein. Allein die Tatsache, dass es nun Zentralräte von Ex-Muslimen in mehreren Ländern gibt, hat den Diskurs über den Islam nachhaltig verändert. Die Arbeit von Mina und ihren Mitstreiterinnen ist von großer Bedeutung für eine weltweite islamkritische Aufklärungsbewegung. Wir sind sehr froh, dass die National Secular Society dies offenbar ganz ähnlich einschätzt wie wir." In einer Grußadresse zum Festakt in London äußerte auch Deschner-Preisträger Richard Dawkins "Bewunderung und Dankbarkeit" für den Mut der Ex-Muslime. Er habe schon "lange empfunden, dass der Schlüssel zur Problemlösung der weltweiten Bedrohung durch den islamischen Terrorismus und seiner Unterdrückung im Erwachen der Frauen liegen könnte, und Mina Ahadi ist eine charismatische Führerin, die auf dieses Ziel hinarbeitet."

Link zur Meldung des Humanistischen Pressedienstes:
http://hpd-online.de/node/3034

Aktuelle Termine

4./5.11.07, 00:20 - 01:20 Uhr (in der Nacht von Sonntag auf Montag): ZDF-Diskussionssendung "Nachtstudio", Thema: "Ist Gott nur eine Wahnvorstellung?", Gäste: Henryk M. Broder, Manfred Lütz, Michael Schmidt-Salomon (GBS)

1.11.07, 22.35 - 23.35 Uhr: rbb-Fernsehen, Diskussionssendung "Kluge Köpfe": Thema: Ist Religion altmodisch?, Gäste: Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa- Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Prof. Dr. Detlef Pollack, Professor für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder); Dr. Michael Schmidt-Salomon, Giordano Bruno Stiftung, und Jürgen Fürwitt, Musiker der Band "Allee der Kosmonauten".
http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm.jsp?key=ID97197858&noExport=true

31.10.07, 22.15 Uhr: Fernsehsender Phoenix: PHOENIX-Runde zum Thema: "Auf der Suche nach dem Sinn - Die Renaissance der Religion?", Gäste: Kardinal Georg Sterzinsky (Erzbischof von Berlin), Peter Hahne (Journalist und Buchautor), Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung) und Thomas Gensicke (Sozialwissenschaftler). (Wiederholung in derselben Nacht um 00.00 Uhr und am Donnerstagmorgen, um 09.15 Uhr)
http://www.presseportal.de/pm/6511/1074066/phoenix

28.10.07, 11-13.00 Uhr, Mastershausen: Verleihung des Robert-Mächler-Preises an Prof. Dr. Ludger Lütkehaus (GBS).
Infos und Anmeldung:
http://hpd-online.de/termine/kalender/detail.php?id=494&item_start=10

24.10.07, 19.30 Uhr, Hamburg: Vortrag von Michael Schmidt-Salomon zum Thema: "Toleranz in Zeiten des Terrors", KulturHaus, Schulterblatt 73, Eintritt: frei, Veranstalter: HU - Landesverband Hamburg
http://hpd-online.de/termine/kalender/detail.php?id=564&item_start=0

21./22.10.07, 00:20 - 01:20 Uhr (in der Nacht von Sonntag auf Montag): ZDF-Diskussionssendung "Nachtstudio", Thema: "Mensch werden. Was heißt kulturelle Evolution?" Gäste: Volker Sommer (GBS), Joachim Bauer, Wolfgang Enard, Christina von Braun.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7103895,00.html

16.10.07: 3Sat, Sendung "Kulturzeit", 19.20 Uhr: Bericht über den Festakt zur Verleihung des Deschner-Preises an Richard Dawkins, Richard Dawkins Buch "Der Gotteswahn" und die Giordano Bruno Stiftung.

 

Dawkins trifft Deschner: Festakt in Frankfurt am 12.10.07

Karlheinz Deschner und Richard Dawkins zählen zweifellos zu den prominentesten Religionskritikern der Gegenwart. Bislang sind sich die beiden Autoren noch nicht begegnet, doch am Freitag, dem 12. Oktober, wird es in Frankfurt zu einem solchen Treffen kommen. Anlass ist die Vergabe des Deschner-Preises der Giordano Bruno Stiftung an den in Oxford lehrenden Evolutionsbiologen. Der Festakt zur erstmaligen Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises wird in der Aula der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt stattfinden und um 19.00 Uhr beginnen.

Film-Trailer der Preisverleihung (bitte hier klicken)

Weitere Informationen zum Festakt unter www.deschner-preis.de sowie auf dem Nachrichtenportal des Humanistischen Pressedienstes (hpd).

 

Ralf König ist neues GBS-Mitglied

Der deutsche Comiczeichner Ralf König ist neues Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung. Seinen internationalen Durchbruch als Autor feierte König bereits Ende der 80er Jahre. Mit Werken wie „Der bewegte Mann“ und „Kondom des Grauens“, die beide wenig später erfolgreich verfilmt wurden, erzielte er nicht nur Millionenauflagen, sondern leistete auch bedeutende Beiträge zur sexuellen Aufklärung in Deutschland, insbesondere zu einem offeneren Umgang mit dem einstigen Tabuthema „Homosexualität“. Für seine „künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen“ wurde Ralf König im Juni 2006 auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis („Spezialpreis der Jury“) ausgezeichnet.
Anlässlich der Bekanntgabe der Mitgliedschaft von Ralf König im Stiftungsbeirat veröffentlichte die Giordano Bruno Stiftung auf der Website der Religionsfreien Zone den brandneuen, religionskritischen König-Comic „Der neue Bund“.

Weitere Informationen zur Zusammenarbeit von Ralf König und der GBS findet man im Nachrichtenportal des Humanistischen Pressedienstes hpd-online.de.

 

Vier neue Stiftungsbeiräte

Wir freuen uns, vier neue Beiratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

- Dr. Pierre Basieux, Mathematiker, Spieltheoretiker und -praktiker, Autor u.a. der Rowohlt (rororo Science) Bücher "Die Welt als Roulette – Denken in Erwartungen", "Abenteuer Mathematik – Brücken zwischen Wirklichkeit und Fiktion" und "Die Top Ten der schönsten mathematischen Sätze";

- Helmut Debelius, international renommierter Unterwasserfotograf, Taucher, Meeresentdecker, Autor zahlreicher, vielfach übersetzter Bücher über die Meere und ihre Lebewesen (darunter u.a. das monumentale, mit 6.250 Farbfotos ausgestattete Standardwerk "Atlas der Meeresfische");

- Prof. Dr. Thomas Junker, Biologiehistoriker und Evolutionsbiologe, der mit seinen Vorträgen und Veröffentlichungen (zuletzt u.a. die bei Beck erschienenen Bücher "Die Evolution des Menschen" und "Geschichte der Biologie: Die Wissenschaft vom Leben") maßgeblich zur Verbreitung evolutionstheoretischen Wissens im deutschsprachigen Raum beigetragen hat;

- Prof. Dr. Axel Meyer, Professor für Evolutionsbiologie und Zoologie an der Universität Konstanz, Gastprofessor u.a. in Berkeley und Stanford, dank seiner zahlreichen, wegweisenden Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachmagazinen einer der meist zitierten Evolutionsbiologen weltweit.

Weitere Informationen zu den neuen Stiftungsbeiräten finden Sie auf der Unterseite "Gremien der Giordano Bruno Stiftung"

 

"Dawkins for Kids: Das frechste Kinderbuch aller Zeiten!"

In wenigen Wochen wird das von der GBS geförderte Buch "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke im Alibri Verlag erscheinen. Schon im Vorfeld wurde über das Buch heftig diskutiert. Der Humanistische Pressedienst (hpd), der exklusiv einen Blick auf die Druckfahnen werfen konnte, urteilte: "Das von Helge Nyncke liebevoll illustrierte Buch ist nicht nur witzig, charmant und gescheit, es ist (…) das frechste Kinderbuch aller Zeiten! Denn so etwas hat es bislang noch nicht gegeben: Ein Bilderbuch, das die Religionskritik unverhohlen in die Kinderzimmer bringt, das (religiöses) Judentum, Christentum, Islam schon für Grundschüler verständlich als Wahnsysteme entlarvt! (…) Brach Dawkins das Tabu, Religionen offen als Wahnsysteme zu bezeichnen, so brechen Schmidt-Salomon und Nyncke das wohl noch größere Tabu, dass man Kindern solche ernüchternden Erkenntnisse doch bitte vorenthalten möge (...)"

Die vollständige Buchvorstellung ist unter hpd-online.de zu finden. Für Neugierige: Ein paar Bilder aus dem Buch gibt es auf der Website von Michael Schmidt-Salomon zu sehen. Das Buch kann bereits vorbestellt werden, u.a. bei unserem Kooperationspartner www.denkladen.de.


Hinweis auf Fernsehsendungen

In der Nacht vom 19. auf den 20. August wird GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon Gast des von Volker Panzer moderierten "ZDF-Nachstudios" sein. Zum Thema "Strategien der Weltverbesserung" sind neben ihm geladen: Seyran Ates, Heiner Geißler und Jean Ziegler.
Vier Tage später, am 23.8.07, wird Paul Schulz, der mit Michael Schmidt-Salomon bereits in der Sendung "Menschen bei Maischberger" aufgetreten ist und mit dessen "Initiative säkularer Saat/säkulare Gesellschaft" (ISSSG) die Giordano Bruno Stiftung unlängst eine Kooperationsvereinbarung getroffen hat, in der ZDF-Sendung "Nina Ruge" zu Gast sein. Zum Thema "Glauben heute" werden sich neben ihm Lama Ole Nydahl, die katholische Ordensschwester Jordana Schmidt und die Esoterikerin Sabrina Fox äußern.

Links:
ZDF-Nachstudio mit Michael Schmidt-Salomon
Sendung "Nina Ruge" mit Paul Schulz


Starke Medienpräsenz der GBS in der Schweiz - Zahl der Förderkreismitglieder steigt auf über 600

Die Zahl der Freunde und Förderer der Giordano Bruno Stiftung ist mittlerweile auf über 600 angestiegen. In den letzten Wochen kamen insbesondere aus der Schweiz viele neue Mitglieder hinzu. Grund dafür ist wohl die momentan außergewöhnlich starke Medienpräsenz der GBS in der Schweiz. So wurde die Sendung "Sternstunde Philosophie" mit Michael Schmidt-Salomon im Schweizer Fernsehen insgesamt zehnmal ausgestrahlt, zudem brachte das Schweizer Radio vor kurzem ein etwa 30minütiges Interview mit dem GBS-Vorstandssprecher, das zurzeit auch im Internet nachgehört werden kann. Wie stark die Resonanz auf diese und ähnliche Sendungen in der Schweiz war, lässt sich u.a. daran ablesen, dass das im Auftrag der GBS geschriebene "Manifest des evolutionären Humanismus" seit einiger Zeit unter den Top Ten der offiziellen Bestsellerliste des Schweizer Buchhandels aufgeführt wird.

Link: Ethik ohne Gott? DRS2-Interview mit Michael Schmidt-Salomon


Aktuelle Buchhinweise

- DIE KIRCHE IM KOPF - VON "ACH HERRJE!" BIS "ZUM TEUFEL!"
Das soeben erschienene Buch "Die Kirche im Kopf - Von 'Ach Herrje!' bis 'Zum Teufel!'" klärt auf heiter-satirische Weise über das Christentum auf. Das 286seitige Werk der GBS-Mitglieder Carsten Frerk und Michael Schmidt-Salomon versteht sich als „Enzyklopädie für freie Geister und solche, die es werden wollen". Das Lexikon erklärt, warum im christlichen Kulturkreis angeblich „alles Gute von oben kommt", warum „Christstollen" keine Katakomben im alten Rom sind und weshalb „Gott immer bei den stärksten Bataillonen ist" („Heiliges Kanonenrohr!"). Dabei setzt das Lexikon auf eine wohldosierte Rezeptur aus Information und Witz, denn die Autoren sind überzeugt, dass es nicht ausreicht, die "einfältige Saga vom dreifaltigen Gott" allein mit vernünftigen Gegenargumenten zu entkräften: "Nur wer am Ende über die halsbrecherischen intellektuellen Verrenkungen des Christentums lachen kann, hat es wirklich verstanden." Der Humanistische Pressedienst startet heute begleitend zum Erscheinen des Buches mit der kleinen Serie "Das ABC des Christentums".

Links:
Serie "Das ABC des Christentums" (Teil 1) auf hpd-online"
Das Buch bei denkladen.de

- GOTT? DAS ENDE EINER IDEE
Von Ernst Salcher, neuem Mitglied im Vorstand der Giordano Bruno Stiftung, ist vor kurzem das Buch "Gott? Das Ende einer Idee" erschienen. Schritt für Schritt wird der Leser des Buches in das naturwissenschaftliche Wissen eingeführt und so in die Lage versetzt, die Plausibilität dieses Weltbildes gegenüber der biblischen Schöpfungsgeschichte selbst abzuwägen. Zu Wort kommen bei Salcher u.a. auch die großen religionskritischen Philosophen der Neuzeit, etwa Kant, Feuerbach, Nietzsche, Freud und Sartre. Eine leicht verständliches Buch, das aufgrund seiner ruhigen, unaufgeregten Art möglicherweise auch zweifelnde Gläubige anzusprechen vermag.

Link:
Das Buch bei denkladen.de


Janosch überträgt seine gesamten Werkrechte auf die Giordano Bruno Stiftung

Der Kinderbuchautor und Zeichner Janosch („Oh wie schön ist Panama“) hat sämtliche Rechte an seinem Werk der Giordano Bruno Stiftung übertragen. Der Vorsitzende der religionskritischen Stiftung, Herbert Steffen, erklärte dazu am Stiftungssitz in Mastershausen, er freue sich sehr über das große Vertrauen, das Janosch der Stiftung entgegenbringe. Steffen stellte allerdings auch fest, dass die Übertragung der Rechte vorerst einen eher symbolischen Charakter habe: „So ungeheuerlich es auch klingt: Janosch erhält seit Jahren keinen einzigen Cent mehr aus dem Verkauf und der immensen Verwertung seiner Werke!" Lesen Sie mehr dazu auf hpd-online und erfahren Sie u.a., warum sich Janosch über die Angriffe von Edmund Stoiber ("Janosch ist ein falscher Prophet, der keinen Zugang zu unseren Kinderzimmern erlangen sollte!") "unglaublich gefreut" hat.

Link: http://hpd-online.de/node/2170

 

"Liebe, Lust und Leidenschaft": Bestsellerautor Bas Kast am 1. Juli in Mastershausen
Am Sonntag, dem 1. Juli, wird der Wissenschaftsjournalist Bas Kast, dessen Buch "Die Liebe - und wie sich Leidenschaft erklärt" sich lange in der Spiegel-Bestsellerliste halten konnte, am Stiftungssitz in Mastershausen vortragen. Die Veranstaltung zum Thema "Liebe und Leidenschaft: eine wissenschaftliche Erklärung" beginnt um 14.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung bitte über den hpd-Veranstaltungskalender

 

GBS-Tätigkeitsbericht 2006/Agenda 2007/2008 erschienen

Die "Freunde und Förderer der Giordano Bruno Stiftung" werden in der nächsten Woche per Post den neuen Tätigkeitsbericht der Stiftung erhalten, der die Aktivitäten des Jahres 2006 zusammenfasst und über die Planungen des Jahres 2007/2008 informiert. Die 32-seitige Broschüre kann nun (in geringerer Auflösung) aber auch schon online heruntergeladen werden:

Download des PDF-Dokuments (3,8 MB)


Stoiber attackiert Janosch, GBS startet Gegenoffensive

Der noch amtierende bayrische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hat den wohl bekanntesten deutschen Kinderbuchautor und GBS-Beirat Janosch („Oh wie schön ist Panama") als „falschen Propheten" bezeichnet. Man dürfe nicht zulassen, dass Janosch mit seinen antireligiösen Zeichnungen und Kommentaren „Zugang zu unseren Kinderzimmern erlange", erklärte der CSU-Politiker in Berlin. Stattdessen müssten Kirche, Gesellschaft und Politik „an einem Strang ziehen" und den Kindern „Orientierung, Werte und Religion" vermitteln. Die Giordano Bruno Stiftung kritisierte Stoiber für seine Auslassungen mit sehr deutlichen Worten und kündigte eine Gegenoffensive an.

Lesen Sie hierzu die Meldung des humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd-online.de/node/2126

 

Deschner-Preis an Richard Dawkins

Der britische Evolutionstheoretiker und Religionskritiker Richard Dawkins wird im Rahmen eines öffentlichen Festakts am 12. Oktober in Frankfurt den mit 10.000 Euro dotierten Deschner-Preis der Giordano Bruno Stiftung entgegennehmen. Mit seinen wegweisenden evolutionstheoretischen Werken, vor allem auch mit seinem im September 2007 endlich auf Deutsch erscheinenden Buch „Der Gotteswahn“, habe Dawkins in herausragender Weise zur Stärkung des säkularen, wissenschaftlichen und humanistischen Denkens beigetragen, erklärte der Stiftungsvorstand.
Siehe hierzu die entsprechende Meldung des Humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd-online.de/node/2010

Über die Preisverleihung (und vieles mehr) berichtete u.a. auch das Magazin Der Spiegel in seiner Titelstory zur Ausgabe 22/2007, siehe:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,485087,00.html
Zudem gab es begleitend zur Titelgeschichte ein Spiegel-online-Chat mit GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon als Experten:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,485459,00.html


Kritische Konstantin-Ausstellung mit reichhaltigem Rahmenprogramm in Trier

2007 ist die Region Luxemburg/Trier "europäische Kulturhauptstadt". Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler wird zu diesem Anlass der einst in Trier residierende römische Kaiser Konstantin (Beinamen: "der Große") mit aufwendigen Ausstellungen und vielfältigen Veranstaltungen in der alten Römerstadt "geehrt". Aufgrund der überragenden Rolle, die Konstantin in der "Kriminalgeschichte des Christentums" spielte, konzipierte der Trierer Künstler Helmut Schwickerath eine kritisch-provokative Gegenausstellung zu den anstehenden Konstantin-Feierlichkeiten. Sie wird vom 3. Juni bis zum 15. August in der Trierer Tuchfabrik zu sehen sein.

An der geplanten kritischen Gegenausstellung (Titel: "Konstantin: Kunst & Provokation") werden nicht nur Mitglieder der Giordano Bruno Stiftung mit eigenen Werken teilnehmen (u.a. Janosch und Jacques Tilly), die GBS hat in Kooperation mit den Trierer Veranstaltern auch ein umfangreiches Begleitprogramm zusammengestellt. So findet vom 9.-10. Juni 2007 ein Kurzsymposium zum Thema "Darf man über Religion lachen? Über Kunst und Provokation" in der Tuchfabrik Trier statt. Am 9. Juni (21.00 Uhr) wird dabei zunächst der Film "Kruzifix" der Filmemacherin Ricarda Hinz gezeigt, anschließend berichtet Jacques Tilly unter dem Motto „Wer meine religiösen Gefühle verletzt, dem polier' ich die Fresse!“ über seine einschlägigen Erfahrungen als religionskritischer Satiriker. Am 10. Juni (19.00 Uhr) hält Michael Schmidt-Salomon einen Vortrag zum Thema "Die Achse des Blöden - Warum die Aufklärung religiöse Gefühle verletzen muss und dabei auf Humor nicht verzichten kann". Gleich im Anschluss (21.00 Uhr) demonstriert die Schauspielerin und Autorin Lilly Walden mit ihrem famosen Ein-Frau-Bühnenstück "Oh, mein Gott!", einer "blitzgescheiten Comedy über Fundamentalismus und Kaspers Prügel für heilige Excellenzen", dass man über Religionen nicht nur lachen darf, sondern dass man das Lachen angesichts der kuriosen Glaubenswelten der Religionen gar nicht unterdrücken kann.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Konstantin-Ausstellung: Am 14. Juli .07 ( 21.00 Uhr) wird Prof. Dr. Horst Herrmann über "Konstantin, den Groben" (b statt ß!) sprechen und die seit Jahrhunderten betriebene christliche Idealisierung dieses antiken Despoten kritisch kommentieren. Am 3. August 07 (ebenfalls 21.00 Uhr) wird unter dem Motto „Unter diesem Zeichen wirst du siechen!“ Karlheinz Deschners Analyse der Kriminalgeschichte des Christentums Thema einer Filmvorführung sowie einer anschließenden Diskussion sein.

Weitere Informationen zur kritischen Konstantin-Ausstellung sowie zu den verschiedenen Begleitveranstaltungen gibt es auf der (zur Zeit noch im Aufbau befindlichen) Ausstellungs-Website:
http://www.konstantin-expo.de/
(Tipp: Es lohnt sich, die Startseite ein wenig stehen zu lassen...)

Zum Vergleich: Die Website zur offiziellen (tendenziell affirmativen) Konstantin-Ausstellung findet man hier:
http://www.konstantin-ausstellung.de/

 

 

"Die erschöpfte Theorie?" Evolutionskongress in Trier mit vielen namhaften Referenten

Vom 15.-17. Juni 2007 findet an der Universität Trier der Kongress "Die erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in den Wissenschaften“ statt, an dem viele namhafte Forscher und Autoren als Referenten oder Moderatoren beteiligt sind, darunter u.a. die GBS-Mitglieder Prof. Dr. Franz M. Wuketits, Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Prof. Dr. Christoph Antweiler und Dr. Michael Schmidt-Salomon. Die Veranstaltung, die vom Arbeitskreis Kritische Theorie(n) und dem Lehrstuhl für Ethnologie (Prof. Dr. Christoph Antweiler) der Universität Trier in Kooperation mit der GBS, dem Denkladen, dem IBKA, der Jenny Marx Gesellschaft, der Rosa Luxemburg Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung und der Max Traeger Stiftung organisiert wird, wird nicht nur die kreationistischen Angriffe auf die Evolutionstheorie thematisieren, sondern auch versuchen, zu einem besseren Verständnis der Soziobiologie beizutragen.

Informationen zur Veranstaltung (incl. Möglichkeit der Anmeldung) findet man unter:
http://www.evolutionversuskreationismus.de/

Unser Tipp: Verbinden Sie Ihre Teilnahme am Evolutionskongress mit einem Besuch der kritischen Konstantinausstellung (s.o.)! Sollten Sie im Juni genügend Zeit zur Verfügung haben, machen Sie doch einen Kurzurlaub vom 9.-17. Juni in Trier! So können Sie gleich an zwei Veranstaltungsreihen teilnehmen, dem Kurzsymposium "Darf man über Religion lachen?" in der Tuchfabrik sowie dem Evolutionskongress an der Universität. Sollten Sie dies ins Auge fassen, wäre es allerdings ratsam, frühzeitig Übernachtungsmöglichkeiten zu sichern. Aufgrund der vielen Römerbauten, des von Kaisermutter Helena angeblich aufgefundenen "Heiligen Rocks", des Karl-Marx-Geburtshauses und vielem anderen mehr ist Trier ("die älteste Stadt Deutschlands") ohnehin eine Tourismushochburg, im sog. "Konstantinjahr" wird die Nachfrage an Übernachtungsmöglichkeiten das vorhandene Angebot sicherlich überschreiten.

 

 

Personelle Änderungen in den Gremien der Stiftung

Durch Beschluss der Kuratoriumssitzung vom 16. Mai 2007 wurden folgende personelle Änderungen vorgenommen:

- Dr. Ernst Salcher, Psychologe und Meinungsforscher, ist neues Mitglied des GBS-Vorstandes. Als 2. Vorsitzender wird er künftig Herbert Steffen (1. Vorsitzender) und Dr. Michael Schmidt-Salomon (Vorstandssprecher) in der Geschäftsführung unterstützen. Aufgrund seiner Erfahrungen als Unternehmensberater und Marktforscher, wird Dr. Salcher sich besonders in den Bereichen Strategieplanung, Fundraising und Interne PR (u.a. stärkere Einbeziehung von Förderkreismitgliedern) einbringen. Außerdem wird er als empirischer Sozialforscher die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) verstärken.

- Der japanische Ingenieur Shiro Sonoda, Vizepräsident der Mitsubishi Corp., verstärkt das Kuratorium der Giordano Bruno Stiftung. Er wird sich künftig vorrangig um die Verbreitung des GBS-Gedankenguts im englischen Sprachraum kümmern sowie nach Beendigung seiner Funktionen bei Mitsubishi Corp. eine Niederlassung der Giordano Bruno Stiftung in Tokio aufbauen.

- Neues Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der GBS ist der Philosoph und Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Metzinger, einer der wichtigsten deutschsprachigen Impulsgeber zur Entwicklung einer naturalistischen Neuro- bzw. Bewusstseinsphilosophie.

- Ausgetreten aus dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung ist die Soziologin Dr. Necla Kelek, die mit ihren erfrischenden Plädoyers wider die „falsche Toleranz“ das Stiftungskonzept einer „Leitkultur Humanismus und Aufklärung“ maßgeblich beeinflusst hat, die sich aber mit der konsequent naturalistischen, (d.h. nicht bloß islamkritischen) Grundausrichtung der Stiftung nie so recht anfreunden konnte. Die Trennung geschah in gegenseitigem Einvernehmen. Wir wünschen Necla Kelek, mit der der Stiftungsvorstand auch weiterhin freundschaftlich verbunden bleibt, weiterhin viel Erfolg in Ihrem Engagement für eine islamkritische Aufklärungsbewegung!

Weitere Informationen zu den Mitgliedern der Stiftung gibt es hier


"Sternstunde Philosophie" am Ostersonntag: Einstündiges Gespräch mit Michael Schmidt-Salomon auf 3Sat

Der Fernsehsender 3Sat strahlt pikanterweise am Ostersonntag (8.4.2007, 9:15 Uhr) ein einstündiges Gespräch zum Thema "Die Wiederauferstehung des Atheismus?" mit GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon aus. Im ersten Schweizer Fernsehen wird diese Sendung aus der Reihe "Sternstunde Philosophie" schon früher, nämlich bereits am "Palmsonntag" (1.4.2007, 11.00 Uhr) zu sehen sein und in der Karwoche noch drei mal wiederholt werden (3. April um 12.00 Uhr auf SFinfo, am 4. April um 4.30 Uhr und am 7. April 2007 um 9.00 Uhr auf SF1).

3Sat und Schweizer Fernsehen kündigen die Sendung wie folgt an: "Das Thema der Religion hat an Intensität gewonnen, damit ist auch die Säkularisierungsdebatte und die Frage des Atheismus neu aktuell geworden. Auch die Hirnforschung fordert die Religion mit ihren Erkenntnissen heraus. Ist Gott ein Auslaufmodell? – Ja, meint Michael Schmidt-Salomon, Leiter der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Projekt der Aufklärung muss vollendet und gegen seine Feinde verteidigt werden. Er fordert deshalb eine alternative politische Leitkultur, die nicht auf alten Mythen beruht, sondern auf die besten Traditionen von Wissenschaft, Philosophie und Kunst zurückgreift. „Evolutionärer Humanismus“ nennt sich sein Manifest. Michael Salomon-Schmidt diskutiert mit Arabelle Frey und Michael Pfister."

Weblinks:
http://pressetreff.3sat.de/pd/Sendung.asp?ID='BFCEDB0E888A4380'
http://www.sf.tv/sf1/sternstunden/index.php?docid=20070401

 

 

"Glaubst du noch oder denkst du schon?" - Die GBS-Art-Collection bringt Postkarten mit Motiven u.a. von Janosch, Tilly, Kastner

Die Religionen nutzen die Macht der Bilder seit je; warum also nicht diese Möglichkeit für die Zwecke der Aufklärung einsetzen? Die Giordano Bruno Stiftung hat Künstler angeregt, kirchen- und religionskritische Motive zu einer Postkartenserie beizusteuern. Das erste Set enthält drei Zeichnungen von Janosch; drei weitere von Jacques Tilly; die Mini-Ausgabe des Plakates zur Veranstaltungsreihe anlässlich des Weltjugendtages; den zerzausten Einstein, der unter dem Slogan „Glaubst du noch oder denkst du schon?“ die ersten Materialien der gbs zierte; sowie eine Postkarte zur Kunstaktion von Wolfram Kastner & Georg Ledig anlässlich des Papstbesuches im September 2006 in Bayern. Alle Künstler verzichteten auf ihre Honorare. 30 Prozent des Erlöses kommen der Arbeit der Giordano Bruno Stiftung zugute.
Die Postkarten können ab sofort bei denkladen.de bestellt werden. Unter religionsfreie-zone.de findet man zudem eine Galerie mit allen Postkartenmotiven.

Links:
Die Galerie der GBS-Art-Collection:
http://religionsfreie-zone.de/gbsart/

Postkarten im Denkladen erwerben:
http://web4.h6945.serverkompetenz.net/catalog/product_info.php?cPath=70_137&products_id=816

 

Die lustvolle Alternative zum Trübsal-Blasen: "Tanz den Karfreitag!" (Religionsfreie Zone München, 6.4.07)

Unter dem Motto "Heidenspaß statt Höllenqual" begeht die Religionsfreie Zone einen Tabubruch und bittet - trotz "behördlichen Spaßverbots" - zum "lustvollen Karfreitags-Tanz" ins Oberanger-Theater München. Vor dem Auftritt der Rock-Band "Heilig" gibt es freigeistige Filme zu sehen. Und selbstverständlich wird hierzu auch das legendäre "Karfreitags-Schokoladenbuffet" eröffnet werden. (Veranstalter: bfg München in Kooperation mit Alibri Verlag, bfg Regensburg, DFV München, Giordano Bruno Stiftung, IBKA e.V.)

Weitere Informationen unter:
http://religionsfreie-zone.de/karfreitag2007.htm

 

Aktuelle Buchhinweise: Veröffentlichungen von Stiftungsmitgliedern

Bernulf Kanitscheider: Die Materie und ihre Schatten. Naturalistische Wissenschaftsphilosophie. Alibri, 2007, 298 Seiten, kartoniert, Euro 20.-. (GBS-Beirat Bernulf Kanitscheider liefert mit diesem Buch nicht nur eine naturalistische Erklärung der „Selbstorganisation“ der Welt, sondern zeigt auch die Möglichkeiten einer aufgeklärt-hedonistischen, "innerweltliche Sinnsuche" auf.) Buchinfo und Bestellmöglichkeit:
http://web4.h6945.serverkompetenz.net/catalog/product_info.php?products_id=817

Konrad Paul Liessmann (Hrsg.): Die Freiheit des Denkens. Philosophicum Lech, Bd. 10. Zsolnay, 2007, 347 Seiten, kartoniert, Euro 19,90. (Empfehlenswerter Sammelband zum Thema "Willensfreiheit" u.a. mit Beiträgen der GBS-Mitglieder Wolf Singer und Michael Schmidt-Salomon) Buchinfo und Bestellmöglichkeit:
http://web4.h6945.serverkompetenz.net/catalog/product_info.php?products_id=818

Udo Achten: Jacques Tillys Narrenfreiheit. Provokation und Phantasie im Düsseldorfer Rosenmontagszug. Klartext, 2007. 185 Seiten, gebunden, zahlreiche Fotos, Euro 15,95. (In diesem heiter-aufklärerischen Buch werden die wichtigsten Arbeiten des GBS-Kuratoriumsmitglieds Jacques Tilly dokumentiert.) Hpd-Rezension des Buchs:
http://hpd-online.de/node/1194

Ulrich Kutschera (Hrsg.): Kreationismus in Deutschland. Fakten und Analysen. Lit Verlag, 2007, 370 Seiten, Euro 19,90. (Ein wichtiger, quellenreicher Sammelband zum Thema, herausgegeben von GBS-Beirat Ulrich Kutschera, der als Sprecher der AG Evolutionsbiologie entschieden gegen pseudowissenschaftliche Missionierungsstrategien ankämpft.) Hpd-Rezension:
http://hpd-online.de/node/1400

 

Fernsehtipp: „Zwischen Himmel und Hölle: Gibt es ein Leben nach dem Tod?"

Am Mittwoch, dem 7.3.07, kommt es in der Diskussionssendung "Quergefragt" (SWR-Fernsehen, 20.15 Uhr) zum ersten Aufeinandertreffen des höchsten Repräsentanten der Katholischen Kirche in Deutschland, Kardinal Lehmann, und GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon. Mit Lehmann und Schmidt-Salomon diskutieren der ehemalige Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben und die buddhistische Nonne Bhikshuni Tenzin Wangmo. Die Sendung wird vor Live-Publikum von 18:00 Uhr bis 18:45 Uhr im Haus des Staatstheaters Mainz aufgezeichnet und von 20.15 bis 21.00 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. Moderatorin der Sendung ist die Journalistin Anke Hlauschka.

Hpd-Meldung zur Sendung: Kardinal Lehmann glaubt nicht an die Kirche


"Aufklären statt verschleiern!" Veranstaltung mit Mina Ahadi und Arzu Toker (Zentralrat der Ex-Muslime) in Mastershausen

Über den Zentralrat der Ex-Muslime wurde in den Medien viel berichtet. Am Sonntag, dem 25.3., besteht im Forum der Giordano Bruno Stiftung Gelegenheit, mit den beiden Vorsitzenden des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi und Arzu Toker, ins Gespräch zu kommen.

Datum der Veranstaltung: Sonntag, 25.3.2007
Beginn: 14:30 Uhr
Ort: Forum der GBS, Johann-Steffen Straße 1, Mastershausen
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Weitere Infos incl. der Möglichkeit der Anmeldung: hpd-Veranstaltungskalender


"Grenzenlose Naivität": Volker Becks Schildbürgerstreich

(hpd) Der Zentralrat der Ex-Muslime wirft bundesdeutschen Politikern „grenzenlose Naivität" im Umgang mit islamischen Verbänden vor. Die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats, Arzu Toker, erklärte hierzu, es sei „schlichtweg Unsinn", dass deutsche Politiker den geplanten Dachverband islamischer Organisationen als zentralen Ansprechpartner für die 3,4 Millionen in Deutschland lebenden sog. „Muslime" begreifen: „Zum einen repräsentieren die Organisationen, die sich in diesem Dachverband zusammenschließen wollen, nur rund 300.000 Menschen, zum anderen darf man nicht übersehen, dass nur ein Teil der 3,4 Millionen Menschen, die man gemeinhin dem Islam zuschreibt, tatsächlich gläubige Muslime sind." Viele sog. „Muslime" seien areligiös oder würden sich zumindest für eine konsequente Trennung von Religion und Politik einsetzen.

Zustimmung erhielt Toker vom Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, der den Auftakt der Kampagne „Wir haben abgeschworen!" des Zentralrats der Ex-Muslime geleitet hatte. Der Versuch, Integration über Religion erreichen zu wollen, sei zum Scheitern vorurteilt, sagte Schmidt-Salomon. Eine solche Strategie führe auf lange Sicht nicht zu Integration, sondern vielmehr zu einer „schleichenden religiösen Ghettoisierung der Gesellschaft". Dass ausgerechnet der bekennend schwule Grünen-Politiker Volker Beck sich für eine Stärkung islamischer Stimmen in Deutschland einsetze, bezeichnete Schmidt-Salomon als „tragisch-komisch". Offenbar habe Beck noch nicht registriert, dass die Mehrheit der tatsächlich gläubigen Muslime, so sie könnten, auch in Deutschland Homosexualität unter Strafe stellen würden: „Einerseits die Homo-Ehe mit allem Elan zu propagieren, andererseits aber jene zu fördern, die sie wieder abschaffen wollen - das erinnert doch sehr an einen Schildbürgerstreich!", erklärte Schmidt-Salomon.

 

Hohe Medienresonanz auf die Kampagne "Wir haben abgeschworen!" - Kritische Islamkonferenz angekündigt

Die von der Giordano Bruno Stiftung organisierte erste Pressekonferenz des Zentralrats der Ex-Muslime erzielte sowohl in der deutschen als auch in der internationalen Presse hohe Resonanz. Auf der Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz waren rund 100 Journalisten erschienen, darunter Mitarbeiter von CNN, Reuters, dpa, AFP, ARD, ZDF, Arte, Spiegel online, Deutschlandfunk, BZ, TAZ, FAZ. Berichte über den Zentralrat gab es nicht nur in europäischen, sondern auch in amerikanischen und asiatischen Medien. Eine Auswahl der erschienenen Medienberichte ist auf der Pressebericht-Seite von www.ex-muslime.de/ verlinkt. Über die auf der Pressekonferenz angekündigte "Kritische Islamkonferenz" berichtete exklusiv hpd-online.

 

"Wir haben abgeschworen!" - Pressekonferenz des Zentralrats der Ex-Muslime in Kooperation mit der GBS

Am kommenden Mittwoch, dem 28.2., wird in Berlin die von vielen Beobachtern mit Spannung erwartete erste Pressekonferenz des Zentralrats der Ex-Muslime stattfinden. Auf dem Podium im Haus der Bundespressekonferenz wird neben den beiden Vorsitzenden des neu gegründeten Zentralrats, Mina Ahadi und Arzu Toker, auch GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon Platz nehmen. Der Vorstand der Giordano Bruno Stiftung hatte die Kampagne „Wir haben abgeschworen!“ in enger Zusammenarbeit mit den Ex-Muslimen konzipiert und die damit einhergehende Öffentlichkeitsarbeit koordiniert – für die Stiftungsverantwortlichen ein "notwendiger Beitrag zur Stärkung der Leitkultur Humanismus und Aufklärung, die sich gerade auch in der Auseinandersetzung mit dem islamischen Totalitarismus bewähren muss".
In der morgen erscheinenden Ausgabe des „Spiegel“ findet sich ein kurzes Interview mit Mina Ahadi als Vorbericht zur PK. Schon vor zwei Wochen hatte ein Artikel des Magazins „Fokus“, der die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime meldete, für einigen Wirbel gesorgt. Artikel in der „FAZ“, der „Berliner Zeitung“, der „TAZ“, der „Welt“, auf „Spiegel online“ usw. folgten. Heute, drei Tage sowohl vor der Pressekonferenz als auch vor dem offiziellen Start der Website www.ex-muslime.de, findet Google zum Schlagwort „Zentralrat der Ex-Muslime“ bereits 38.000 Einträge.
Da es in der medialen Berichterstattung (vor allem in der türkischen Presse) schon zu einigen Missverständnissen gekommen ist, stellte Michael Schmidt-Salomon gegenüber dem humanistischen Pressedienst klar, dass die Giordano Bruno Stiftung die Kampagne der Ex-Muslime zwar unterstütze, dass dies aber keineswegs bedeute, dass die Mitglieder der Stiftung deshalb notwendigerweise auch mit den Positionen des Zentralrats übereinstimmen müssten: "Der Zentralrat der Ex-Muslime ist eine eigenständige, von der Giordano Bruno Stiftung völlig unabhängige Organisation - und das ist auch gut so... "

hpd-Meldungen zum Thema:
http://hpd-online.de/node/1154
http://hpd-online.de/node/1168
http://hpd-online.de/node/1221

Website der Ex-Muslime (offizieller Start: 28.2.07, zuvor findet man dort eine vorläufige Übergangsseite)
http://www.ex-muslime.de/


Veranstaltungshinweis: Wie man Menschenleben rettet...

Informationen aus erster Hand zur erfolgreichen Kampagne „Rettet Nazanin!“ verspricht die Veranstaltung „Nazanin Fatehi ist frei! Eine erfolgreiche Kampagne gegen die Todesstrafe im Iran“, die am Sonntag, dem 11.Februar, an der Universität Frankfurt stattfinden wird. Dort nämlich werden vor allem die beiden Hauptaktivistinnen der Rettungs-Kampagne ihre Erfahrungen schildern: Nazanin Afshin-Jam, die dank ihrer Erfahrung als Sängerin und ehemalige Miss Canada die Aktion weltweit sehr professionell in den Medien repräsentierte, sowie Mina Ahadi, die als Koordinatorin des „Internationalen Komitees gegen Hinrichtung und Steinigung“ im Hintergrund die notwendigen Verbindungen herstellte.

Die Veranstaltung in Frankfurt bildet den Abschluss einer mehrtätigen europäischen Vortragsreise von Afshin-Jam und Ahadi. In Brüssel haben sie bereits gestern (7.2.07) vor dem Europäischen Parlament gesprochen, heute tragen Sie in Stockholm vor, übermorgen in Göteborg. Ziel der Vortragsreise ist es nicht nur, an einem konkreten Beispiel aufzuzeigen, wie ein Menschenleben im Iran gerettet werden kann. Wichtig ist den beiden Aktivistinnen auch, darauf hinzuweisen, dass der Fall Fatehi keineswegs ein Einzelfall ist, dass es sehr viele Menschen gibt, die im Iran, aber auch in anderen Teilen der Welt, auf „Hilfe von außen“ angewiesen sind und dass ein entsprechendes humanitäres Engagement keineswegs vergeblich sein muss, sondern, wie der Fall Fatehi zeigt, sehr wohl von Erfolg gekrönt sein kann.

Die Veranstaltung an der Frankfurter Uni (Hauptgebäude an der Bockenheimer Warte, Aulasaal 2. Stock) beginnt am Sonntag um 15.00 Uhr. Hauptveranstalter ist das Internationale Komitee gegen Hinrichtung und Todesstrafe, Kooperationspartner sind Amnesty International, Terre des femmes und die Giordano Bruno Stiftung.

Lesen Sie hierzu bitte auch die entsprechende Meldung des humanistischen Pressedienstes (hpd):
http://hpd-online.de/node/1118

 

 

Protest erfolgreich: Freispruch für Nazanin Fatehi!

Offensichtlich hat die große internationale Kampagne zur Rettung der zum Tode verurteilten Iranerin Nazanin Fatehi auch die Teheraner Richter beeindruckt: Wie Mina Ahadi vom Internationalen Komitee gegen Todesstrafe berichtet, wurde den Anwälten Fatehis mündlich mitgeteilt, man habe ihre Mandantin vom Tatbestand des Mordes freigesprochen und somit die über sie verhängte Todesstrafe aufgehoben. Insgesamt haben über 330.000 Menschen die „Rettet-Nazanin!“-Petion unterzeichnet. Wir danken allen, die zum Erfolg der Kampagne beigetragen haben...

Link:
hpd-Meldung „Protest erfolgreich: Freispruch für Nazanin Fatehi“
http://hpd-online.de/node/903

 

Bangen um Nazanin Fatehi

Das Bangen um das Leben der 18-jährigen Iranerin Nazanin Fatehi geht weiter. Am Mittwoch, dem 10. Januar, steht sie in Teheran erneut vor Gericht. Im März 2005 hatte sich Nazanin gegen drei Männer, die sie vergewaltigen wollten, zur Wehr gesetzt und dabei einen der Angreifer in Notwehr getötet. Im Januar 2006 wurde die zur Tatzeit noch Minderjährige von einem iranischen Gericht zum Tod durch Erhängen verurteilt. Wie in Deutschland die Giordano Bruno Stiftung, so riefen weltweit viele Organisationen dazu auf, die Petition zur Rettung von Fatehi zu unterzeichnen. Anfang Juni 2006 konnten Nazanin Afshin-Jam und Mina Ahadi der Menschenrechtskommission der UN in New York bereits eine Petition mit 180.000 Unterschriften übergeben. Nun hat der Endspurt der Kampagne begonnen...

Links:
hpd-Meldung zum Fall Nazanin
http://hpd-online.de/node/832

Filmdokumentation "The tale of two Nazanins":
http://www.bodog.tv/media/naz-fatehidoc

Kampagne "Rettet Nazanin!":
http://www.helpnazanin.com/

Petition:
http://www.petitiononline.com/Nazanin/

GBS-Aufruf zur Unterstützung der Petition:
http://www.leitkultur-humanismus.de/nazanin.htm

 

 

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