Vortrag/Lesung/Diskussion mit Dr. Necla Kelek
Sonntag, 10.4.05, 14.00 Uhr
Forum der Giordano Bruno Stiftung, Johann Steffen Str. 1, 56869 Mastershausen
Eintritt frei
Die aus der Türkei stammende Soziologin Necla Kelek hat mit ihrem Buch „Die fremde Braut“ große Aufmerksamkeit in Medien und Politik erregt. Nicht ohne Grund sah sich Bundesinnenminister Otto Schily dazu veranlasst, eine zweiseitige Rezension des Buches für den SPIEGEL zu verfassen. Kelek enthüllt in ihrem aufrüttelnden „Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland“ die skandalösen Bedingungen, unter denen türkische „Importbräute“ hierzulande leben müssen („moderne Sklaverei“). Wie kaum eine andere Studie macht Keleks Buch klar, dass der Traum von der „multikulturellen Gesellschaft“ an den harten Kanten der Wirklichkeit zerschellt ist, ja dass gerade er dem blühenden Islamismus in Deutschland idealen Nährboden bereitet. Ausgehend von den Erfahrungen der eigenen Lebensgeschichte sowie umfangreichen Studien in der türkischen Migrantenszene fordert Necla Kelek ein Ende der „falschen Toleranz“ und eine entschiedene Verteidigung jener rechtsstaatlichen, humanistischen Prinzipien, die aus der Tradition der Aufklärung erwachsen sind.
Die 1957 in Istanbul geborene Autorin studierte Volkswirtschaft und Soziologie in Deutschland und promovierte mit dem Thema „Islam im Alltag“. Auf Einladung der Giordano Bruno Stiftung trug sie aus ihrem Buch, das seit Wochen auf der Bestsellerliste stand, vor und diskutierte mit dem Publikum (darunter u.a. auch Karlheinz Deschner) darüber , was getan werden müsste, um das Projekt der Aufklärung in Deutschland zu stärken und eine bessere Integration von Zuwanderern zu ermöglichen.
Hintergrundinformation:
"Wider die falsche Toleranz" - Interview mit Necla Kelek (Materialien
und Informationen zur Zeit (MIZ) 1/05)
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