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Zentralrat der Konfessionsfreien

10. 11.

Gemeinsam Ethik oder getrennt Religion?

Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur bekenntnisfreien Schule in München

Auch in diesem Schuljahr standen Eltern in Bayern wieder vor der Frage, ob ihr Kind den gemeinsamen Ethikunterricht oder den getrennten Religionsunterricht besuchen soll. Immer öfter fällt die Wahl auf Ethik, weshalb die Gruppen für den kirchlichen Bekenntnisunterricht oft zu klein sind und inzwischen mehr als 40.000 Kinder »RUmeK« besuchen: den »Religionsunterricht« mit erweiterter Kooperation”, der zugleich katholische und evangelische Bekenntnisse vermittelt. Anhand dieser Entwicklungen lädt der Zentralrat der Konfessionsfreien zur Diskussion ein, wie schulische Wertebildung in Bayern zukunftsfest gestaltet werden kann: durch Weiterentwicklung der bestehenden Modelle oder durch »bekenntnisfreie Schulen«, die das Grundgesetz in Artikel 7 Absatz 3 ermöglicht?

Der Experte für Integration und Extremismus, Ahmad Mansour, bezeichnet den getrennten Religionsunterricht in seinem SPIEGEL-Bestseller Generation Allah als »fatal – was für ein Bild bekommen die Gruppen voneinander? Eben: Die anderen sind anders.« Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, sagt, Schule müsse »Kinder und Jugendliche ganzheitlich bilden. Dazu gehören auch (religiöse) Werte.« »Kulturkampf ist überholt«, meint der Fachbereichsleiter Ethik des Bayerischen Philologenverbandes (bpv), Michael Lang, denn »Ethik und Religion gewährleisten zusammen ein friedliches Miteinander.« Das Kultusministerium betont den Wert des getrennten Bekenntnisunterrichts für die »Vermittlung des christlichen Wertefundaments« .

Der Zentralrat der Konfessionsfreien und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlagen eine Änderung der Landesschulgesetze vor, so dass jede staatliche Schule per Gremium entscheiden kann, eine »bekenntnisfreie Schule«  zu werden. Dort muss Religion nicht mehr als ordentliches Lehrfach angeboten werden, und im Ethikunterricht können alle Kinder gemeinsam über die kleinen und großen, philosophischen und religiösen Fragen des Lebens sprechen – lieber miteinander als übereinander. 

Auf dem Podium:

  • Ahmad Mansour, MIND Prevention gGmbH
  • Matthias Fischbach, Vorsitzender der FDP Bayern
  • Michael Lang, Vorsitzender der Fachgruppe Ethik im Bayerischen  Philologenverband – bpv
  • Philipp Möller, Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien e.V.
  • Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes – BLLV

Programm

18:00 Uhr: Begrüßung und Einführung durch Philipp Möller
18:10 Uhr: Impulsvorträge von Ahmad Mansour und Simone Fleischmann
18:30 Uhr: moderierte Podiumsdiskussion und Fragen aus dem Publikum
 20:00 Uhr: Ausklang bei Getränken

Programm als PDF-Dokument zum Download