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Die Entstehung der Geschlechterhierarchie

Vortrag von Helke Sander in Oberwesel am 23. Juli

Die Filmemacherin und Autorin Helke Sander hat als Mitbegründerin der ersten "Kinderläden" wesentlich zur Liberalisierung der Gesellschaft in Deutschland beigetragen. Ihre berühmte, von einem Tomatenwurf begleitete Rede auf dem SDS-Kongress 1968, in der sie den männlichen Führungsfiguren der Studentenbewegung vorwarf, nicht genügend zu beachten, dass "das Private politisch" sei, gilt heute als Initialzündung der zweiten Welle der Frauenbewegung. Auch in ihren späteren Filmen, Büchern und Artikeln hat sich Helke Sander immer wieder mit den Themen "Gleichberechtigung" und "Erziehung" auseinandergesetzt, so auch in ihrem aktuellen Buch "Die Entstehung der Geschlechterhierarchie", das die Autorin am 23. Juli 2017 im "Haus Weitblick" (gbs-Stiftungssitz in Oberwesel) vorstellen wird.

Die Veranstaltung mit Helke Sander beginnt am Sonntag, dem 23. Juli 2017, im "Haus WEITBLICK" (Auf Fasel 16, 55430 Oberwesel) um 14.30 Uhr (Einlass: 14.00 Uhr). Da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich (vorzugsweise über dieses Webformular). Eine Rückmeldung erfolgt nur, sofern alle Plätze bereits vergeben sind. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch dankend entgegen genommen.
 

Das Buch zur Veranstaltung:

Helke Sander: Die Entstehung der Geschlechterhierarchie. Verlag Z & G 2017.
  
Für Helke Sander ist der Feminismus durch akademische Debatten um "Gender" und Versuche der radikalen "Dekonstruktion" der Geschlechter in eine Sackgasse geraten.  Statt biologische Faktoren zu ignorieren, erzählt sie in ihrem Buch die Geschichte der Menschwerdung als eine Geschichte von Männern und Frauen, "deren Biologie sie im Lauf vieler Jahrhunderttausende zur Ausbildung unterschiedlicher Fähigkeiten veranlasste". Dabei existierte anfangs keine Geschlechterhierarchie, sie entstand vielmehr allmählich als unbeabsichtigte Nebenwirkung von Fellverlust und weiblicher Gebärfähigkeit. Sanders Buch macht klar, dass es selbstverständlich keine guten Gründe dafür gibt, hierarchische Geschlechterverhältnisse aufrechtzuerhalten, dass es aber sehr wohl (auch aus feministischer Perspektive) gute Gründe dafür gibt, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu beachten.
Rezension auf literaturkritik.de