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Düsseldorfer Kreationismus-Debatte: "Gibt es Gott?"

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Foto: Jacques Tilly

Am 26.4.05 fand an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein öffentlicher Disput zwischen dem amerikanischen Kreationisten Dr. William Lane Craig und dem Geschäftsführer der GBS, Dr. Michael Schmidt-Salomon, statt.

Craig begann mit einem 21minütigen Eröffnungsvortrag, der sich vor allem auf "kosmologische Gottesbeweise" stützte. Schmidt-Salomon antwortete darauf in gleichem Zeitumfang. Hierauf folgte eine 12minütige Replik Craigs sowie eine ebenso lange Replik auf die Replik durch Schmidt-Salomon. Anschließend konnte das Publikum Fragen stellen und mitdiskutieren. Besonders bemerkenswert war dabei vielleicht der Beitrag eines evangelikalen Zuhörers, der fragte, ob es nicht schon eine "Sünde" sei, wenn man es einem "Ungläubigen" wie Schmidt-Salomon gestatte, seine Thesen öffentlich zu vertreten. Craig, der nach dem Vortrag in Düsseldorf zwei weitere Debatten-Termine in Oxford und Cambridge auf der Agenda hatte, wollte auf diese Frage zwar nicht mit einem klaren "Ja" antworten, wies aber darauf hin, dass die "Verweigerung der Gnade Gottes" aus christlicher Sicht direkt in die "ewige Verdammnis" ("Hölle") führe, was Schmidt-Salomon zwar als einen "Ausdruck zutiefst inhumaner Wertvorstellungen" deutete, aber immerhin, meinte er, müsse man loben, dass Craigs Antwort "angesichts der biblischen Quellentexte zumindest intellektuell redlich" sei.

Die ansonsten durchaus niveauvolle Debatte wurde von einem Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks aufgezeichnet. Die vier Redemanuskripte können hier nachgelesen werden: