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Die Giordano-Bruno-Stiftung übernimmt die Meldungen von den jeweiligen Veranstaltern. Bitte überprüfen Sie, ob die Veranstaltung tatsächlich stattfindet (siehe den angegebenen Link unter "Veranstalter" in der Terminanzeige). Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, beim Veranstalter nachzufragen.

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10. 03.

Gehirn und KI – Bald nicht mehr zu unterscheiden?

Vortrag von Prof. Dr. Katrin Amunts im Rahmen der Kortizes-Reihe »Vom Reiz der Sinne« in Nürnberg

Die Begriffe »künstliche neuronale Netze« und »künstliche Intelligenz« lassen aufgrund ihrer Ähnlichkeit eine Verbindung zu dem vermuten, was wir über das menschliche Gehirn und Verhalten wissen. Tatsächlich sind die Erfolge, die bei der Anwendung von KI erzielt wurden, beeindruckend und manchmal nicht von menschlichen Leistungen zu unterscheiden, wie die Ergebnisse moderner KI-Assistenten zeigen. Aber bedeutet dies auch, dass Neuronen in künstlichen Netzen ähnlich wie in natürlichen Netzen strukturiert und angeordnet sind und daher auch ähnlich funktionieren? Die Veranstaltung wird vom Kortizes-Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs in Kooperation mit der gbs und dem Bildungszentrum Nürnberg ausgerichtet.

Die komplexe Architektur von Nervenzellen und ihren Verbindungen fasziniert Wissenschaftler seit mehr als 100 Jahren und hat das Zeitalter des Brain Mapping eingeläutet. Mit Hilfe von KI ist es nun möglich, diese Karten bis auf die Ebene einzelner Zellen zu verfeinern und sie mit ihrer Verbindungsstruktur und ihren molekularen Eigenschaften in einen räumlichen Kontext zu stellen. Dieser Ansatz ermöglicht es, völlig neue Forschungsfragen über verschiedene Skalen hinweg zu stellen und Struktur-Funktions-Beziehungen zu untersuchen, was neue Einblicke in die Komplexität des Gehirns liefert.

Prof. Dr. Katrin Amunts ist Neurowissenschaftlerin und Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) am Forschungszentrum Jülich und leitet das C. und O. Vogt-Institut für Hirnforschung des Universitätsklinikums Düsseldorf. Als Neurowissenschaftlerin hat sie insbesondere über ihr Projekt eines dreidimensionalen Hirnatlas wesentlich zum Verständnis des menschlichen Gehirns beigetragen. Sie leitete das EU-Flagship Human Brain Project (HBP) zur Erforschung des Gehirns und entwickelt gemeinsam mit europäischen Partnern die digitale Forschungsplattform EBRAINS. Seit 2023 ist sie gemeinsame Geschäftsführerin von EBRAINS AISBL in Brüssel, Belgien. Katrin Amunts wurde mit dem renommierten Hector Science Award 2021 sowie dem Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Universität Maastricht verlieh Prof. Katrin Amunts in Anerkennung ihrer herausragenden und inspirierenden wissenschaftlichen Leistungen die Ehrendoktorwürde.

Anmeldung zur Veranstaltung über das Bildungszentrum Nürnberg: Kurs Nr. 00924 (Gesamtreihe: buchbar unter Kurs-Nr. 00920).