„Lassen Sie das doch den Klempner machen!“

Kunstaktion „Sterbehilfe à la Montgomery“ sorgt bei der Eröffnung des Deutschen Ärztetages für Aufsehen

(12.05.2015)

Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, will verhindern, dass deutsche Ärzte ihre Patienten beim Freitod begleiten. Als er im Dezember gefragt wurde, wer schwerstleidenden, sterbewilligen Menschen denn sonst helfen solle, war seine Antwort: „Lassen Sie das doch den Klempner machen!“. Sollten die Delegierten des Deutschen Ärztetags den drastischen Ausspruch ihres Präsidenten damals nicht vernommen haben, wurden sie heute durch eine provokante Kunstaktion daran erinnert. (weiter...)

„Montgomery schadet dem Ansehen des Arztberufes“

In einem Offenen Brief setzen sich 180 deutsche Ärzte für Freitodbegleitungen ein und kritisieren den „autokratischen Führungsstil“ der Bundesärztekammer

(11.05.2015)

Mit einer ganzseitigen Anzeige in der heutigen Ausgabe der „ÄrzteZeitung“ haben sich 180 deutsche Medizinerinnen und Mediziner für den ärztlich assistierten Suizid ausgesprochen und den amtierenden Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, scharf kritisiert. (weiter...)

In Humanity We Trust

gbs veröffentlicht englische Fassung der Filmdokumentation „Hoffnung Mensch“

(06.05.2015)

In den letzten Monaten gab es immer wieder Anfragen nach einer internationalen (englischen) Fassung des gbs-Stiftungsfilms „Hoffnung Mensch“. Die Filmemacherin Ricarda Hinz hat dies nun in aufwändiger Weise realisiert. Den Part der Off-Sprecherin übernahm Susan Bonney-Cox, als Over-Voice-Sprecher agierten Phil Bonney, Toni Dunham und Katie Jordans. Das Drehbuch wurde von Robert Spence und Angela Lahee übersetzt. Da der deutsche Titel „Hoffnung Mensch“ im Englischen nicht adäquat wiedergegeben werden kann, schlug Michael Schmidt-Salomon einen neuen Titel für die englische Film-Fassung vor: „In Humanity We Trust“. Please enjoy! (weiter...)

Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen stärkeren Einfluss der Religionen im ZDF-Fernsehrat

61 Prozent der Bevölkerung plädieren für religionsfreie Vertreter im Aufsichtsgremium des Zweiten Deutschen Fernsehens

(27.04.2015)

60 Prozent der Deutschen lehnen einen größeren Einfluss der Vertreter der Religionen im ZDF-Fernsehrat ab, 61 Prozent sprechen sich dafür aus, dass dort auch Repräsentanten der Konfessionsfreien vertreten sein sollten. Dies geht aus einer repräsentativen EMNID-Studie hervor, die die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) heute auf ihrer Internetseite veröffentlichte. Wie die Umfrage zeigt, steht das Votum der Bevölkerung in klarem Widerspruch zum Neuentwurf des ZDF-Staatsvertrags, der am 18. Juni 2015 unterzeichnet werden soll. (weiter...)

„Give Peace a Chance!“

„International Atheist Convention“ vom 22.-24. Mai in Köln

(22.04.2015)


Veranstaltungsplakat

Die Welt ist in einem rasanten Wandel begriffen. Atheisten und Säkularisten wagen es mehr und mehr, ihre Stimme zu erheben und sich zu ihren Überzeugungen zu bekennen – selbst in Ländern, in denen das bislang kaum denkbar schien. Zugleich haben fundamentalistische Gewalt und Intoleranz neue traurige Höhepunkte erreicht. Auf der internationalen atheistischen Konferenz in Köln kommen Säkularisten aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen, um einander zuzuhören und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen. (weiter...)

Inaktzeptable Ausgrenzung konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger

Giordano-Bruno-Stiftung kritisiert den Entwurf des neuen ZDF-Staatsvertrags

(27.03.2015)

Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, hat den am Donnerstag in Berlin vorgestellten Entwurf zur Novellierung des ZDF-Staatsvertrags scharf kritisiert: „Obwohl die religiöse Bindung der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mehr und mehr abnimmt, sieht der Entwurf vor, die Bedeutung religiöser Institutionen im Fernsehrat noch zu stärken. Künftig sollen vier Vertreter der beiden christlichen Großkirchen, zwei Vertreter der kirchlichen Wohlfahrtsverbände sowie je ein Vertreter des Zentralrats der Juden und der Muslime im Fernsehrat vertreten sein, während die größte gesellschaftliche Gruppe – die Menschen, die keiner Religion angehören – außen vorbleibt. Wir werden diese inakzeptable Ausgrenzung der konfessionsfreien Bürgerinnen und Bürger auf keinen Fall hinnehmen.“ (weiter...)

"Kirche muss Katholikentag selbst finanzieren!"

Stadtrat von Münster lehnt Antrag auf Bezuschussung des Katholikentags 2018 ab

(26.03.2015)


Foto: Evelin Frerk

Erstmals in der Geschichte des Katholikentags verweigert eine Stadt die beantragte Millionen-Subvention: Der Münsteraner Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Antrag der Veranstalter auf Gewährung eines Barzuschusses in Höhe von 1,2 Mio. EUR abgelehnt. Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Kunstaktion "11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!", die von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) initiiert und vor Ort insbesondere vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) unterstützt wurde. (weiter...)

Wie wollen wir sterben? Ein Plädoyer für organisierte Sterbehilfe

Vortrag von DIGNITAS-Gründer Ludwig A. Minelli am 29. März am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel

(11.03.2015)


Foto: Evelin Frerk

Trotz des eindeutigen Bevölkerungsvotums für mehr Selbstbestimmung am Lebensende befürworten die deutschen Parlamentarier derzeit mehrheitlich ein Verbot der organisierten Sterbehilfe. Vernünftige, rechtsstaatliche Argumente gibt es dafür nicht, wie Ludwig A. Minelli, Gründer und Vorsitzender der Schweizer Sterbehilfeorganisation DIGNITAS, in seinem Vortrag am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel darlegen wird. Seines Erachtens sind die aktuellen Verbotsbestrebungen auf mangelnde Sachkenntnis zurückzuführen sowie auf weltanschauliche und ökonomische Interessen, die in der Debatte meist verschwiegen werden. (weiter...)

Petitionsausschuss prüft Petition zur Abschaffung des "Gotteslästerungsparagraphen"

Giordano-Bruno-Stiftung dankt den Unterstützern und zieht ein erstes Resümee

(10.03.2015)


Charlie-Hebdo-Wagen (Jacques Tilly 2015)

Die von gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon nach dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ eingereichte Petition zur Streichung des „Gotteslästerungsparagraphen“ 166 StGB hat über 11.000 Mitzeichner gefunden – deutlich mehr als 98 Prozent der Petitionen, die bislang beim Deutschen Bundestag eingereicht wurden. Die Giordano-Bruno-Stiftung dankt allen, die zur Verbreitung der Petition beigetragen haben, und wartet nun auf das Ergebnis des parlamentarischen Prüfverfahrens, das sich noch einige Monate hinziehen dürfte. (weiter...)

Mein Ende gehört mir: Für das Recht auf assistierten Suizid

Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion in Düsseldorf

(16.02.2015)

Darf der mündige Mensch, der sein Leben selbst in die Hand nimmt, nicht auch sein Sterben selbst in die Hand nehmen? Und soll ihn ein Arzt auf dem letzten Weg begleiten dürfen? Im Vorfeld der zweiten Phase der Kampagne "Mein Ende gehört mir - Für das Recht auf Letzte Hilfe" werden am 26. Februar prominente Gäste über diese Fragen diskutieren. (weiter...)